Landesräte Markus Achleitner (l.), Jochen Danninger (r.) mit Engel-Vorstand Gerhard Dimmler (M.)

© NLK Pfeiffer

Chronik Niederösterreich

Cluster für Kunststoff und Mechatronik mit Zielrichtung Weltmarkt

Betriebsbesuch bei Weltmarktführer Engel: Alte Donaubrücke als „tickende Zeitbombe" im Enns-Donau-Winkel

von Wolfgang Atzenhofer

02/21/2022, 05:00 AM

NÖ, OÖ. In Anspielung auf die vielen Weltmarktführer in Nieder- und Oberösterreich wollen die beiden Bundesländern aus der Krise heraus als „Kooperationsweltmeister“ ihre Stärkefelder weiter ausbauen. Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und sein oö. Ressortkollege Markus Achleitner, beide ÖVP, stellten deshalb bei einem Betriebsbesuch neue zukunftsweisende Forschungsprojekte in den von den Ländern unterstützten Kunststoff- und Mechatronik-Clustern vor.

In beiden Branchennetzwerken finden sich 722 Firmen, davon 80 Prozent aus Klein- und Mittelbetrieben. Allein in NÖ erwirtschaften 229 Unternehmen mit 40.000 Beschäftigten einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro.

Beim Treffen im St. Valentiner Werk des weltweit führenden Spritzgussmaschinenproduzenten Engel nannten die Politiker die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft als zentrale Aufgaben neuer Leuchtturmprojekte. So werden beim Mechatronik-Projekt „Enterprise Klima“ Modelle zu der gesetzlich anstehenden Dekarbonisierung der Wirtschaft, also dem Vermeiden von CO2-Emissionen erarbeitet. Bei „Plastic4Future“ steht die Wiederverwertung von Kunststoff im Zentrum. Und bei „BioKAVA“ geht es darum, statt Erdöl natürlich nachwachsende Rohstoffe in der Plastikproduktion einzusetzen.

Innovationsgeist

Engel mit Werken in St. Valentin (1.300 Mitarbeiter), sowie im oö. Schwertberg (2.200) und Dietach (200) gilt als Paradebeispiel für grenzübergreifende Kooperation und Innovation. 30.000 eigene Werkzeuge sind in St. Valentin beim Bau der Großspritzgussmaschinen im Einsatz. Aktuell wird hier etwa dazu geforscht, wie im „Gelben Sack“ gesammelter Plastikmüll direkt über eine Gussmaschine zu neuen Produkten gepresst werden könnte, stellte Technikvorstand Gerhard Dimmler vor. Die vorherige energieaufwendige Verarbeitung in Granulat möchte man umgehen.

Der Politikerbesuch bei Engel zeigte auch dringende Bedürfnisse der Wirtschaft auf. Die alte Donaubrücke Mauthausen sei „eine tickende Zeitbombe“, forderte Dimmler den raschen Neubau. Oder, dass die Lehrlingsausbildung in NÖ und OÖ nicht synchron läuft und deshalb in der St. Valentiner Engel-Lehrwerkstätte nur oö. Lehrlinge werken, nahm Danninger mit Verwunderung mit nach St. Pölten.

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