© Burgenland Tourismus/Machtinger

Tourismus
06/20/2020

Warum es Urlauber im Sommer nach Pannonien zieht

Das Burgenland ist gefragt. Natur- und Bewegungsangebote überzeugen die Gäste, sie bleiben dafür auch länger als bisher.

von Claudia Koglbauer-Schöll, Roland Pittner

Dieser Sommer wird anders. Und doch ein bisschen wie früher. Denn die Sommerfrische erlebt quasi eine Renaissance. „Die Seen im Land sind jetzt das Meer für die Österreicher“, sagt Martina Wende, Obfrau der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Burgenland.

Sie selbst betreibt ein Vier-Sterne-Hotel in Neusiedl am See. Die Buchungslage im Juni sei gut gewesen, auch Anfragen für Juli und August gibt es – vor allem von inländischen Gästen.

„Was auffällt, ist, dass die Gäste nicht für zwei, drei Nächte, sondern bis zu einer Woche bleiben wollen.“ Gebucht werde allerdings sehr kurzfristig, weil da das Wetter eine große Rolle spiele.

Auch Stefan Schindler, Geschäftsführer der Neusiedler See Tourismus GmbH (NTG) spricht von einer „insgesamt überraschend guten Buchungslage“. „Im April haben wir noch gezittert, ob im Sommer geöffnet werden kann. Jetzt ist der Neusiedler See ein heißes Thema.“

Individualreisen sind gefragt

Einbußen bzw. geringere Nachfrage gebe es lediglich in jenen Hotels, die bisher vor allem Busgruppen bzw. Seminarteilnehmer beherbergt hätten. Gefragt seien derzeit vor allem Individualreisen.

Großer Nachfrage erfreuen sich auch Anbieter im Outdoor-Bereich. Die Favoriten sind Strand- und Seebäder sowie die Radfähren und Radverleihe am See. Aber auch die neuen Leistungen wie Stand-up-Paddeling würden sehr gut angenommen.

„Es gibt Tage, das stoßen wir mit der Kapazität für Wassersportler an die Grenzen“, sagt der NTG-Chef. Beliebt sei der Urlaub am Steppensee sowohl bei in- als auch bei ausländischen Gästen.

Die Kleinstrukturiertheit, die persönliche Betreuung des Gastes und ein gewisser Charme ziehe die Gäste nach Pannonien, ist Dorothea Jagschitz überzeugt.

Die Obfrau des Vereins „Urlaub am Bauernhof“ betreibt mit ihrer Familie in Oslip den Remushof. Die Kombination von Natur, Wein und Outdoor-Aktivitäten mache einen Urlaub am Hof attraktiv, meint Jagschitz. Vor allem im Südburgenland sei die Nachfrage größer als in den Vorjahren.

Wandern auf der Paradiesroute

„Wir haben heuer bei den Kellerstöckl schon die Buchungslage vom Vorjahr erreicht, alles was noch dazu kommt, ist ein Plus“, sagt Harald Popofsits vom Tourismusverband Region Oberwart. Der Süden punktet mit Wein, Kulinarik sowie Rad- und Wanderurlauben.

Nicht nur die privaten Zimmervermieter, auch in den größeren Hotels sei die Lage gut. „Das Wandern auf der Paradiesroute wird viel gebucht“, sagt der Touristiker.

Das Hotel Larimar in Stegersbach ist gut besucht. „Wir sind zufrieden, die Leute zieht es hinaus in die Natur“, sagt Hotelier Johann Haberl.

Im Juli und August sei auch die geplante Aufenthaltsdauer gestiegen. „Wir profitieren davon, dass viele Leute, die sonst Kreuzfahrten buchen, heuer in Österreich Urlaub machen“, sagt Haberl.

Burgenlands Tourismusdirektor Hannes Anton ist trotz des noch nicht so lange zurückliegenden Lockdowns zufrieden. „Gefragt sind alle Kategorien – vom gehobenen Hotel bis zum kleinen Zimmervermieter.“  Das Burgenland sei  eine beliebte Urlaubsdestination „von Opa und Oma bis zum Kleinkind“.

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