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02/05/2021

Teststraßen des Landes stoßen an Grenzen

Freie Termine gibt es in den Testzentren erst Ende nächster Woche – Land will in mehr Gemeinden testen

von Roland Pittner, Michael Pekovics

 „Es ist schon sehr viel los. Gerade ist auch ein Bus mit ungarischen Arbeitern zum Testen gekommen“, sagt eine Frau aus dem Bezirk Güssing. Im Messezentrum Oberwart testet das Rote Kreuz und das Bundesheer am Freitag im Akkord. Nur wer angemeldet ist, kommt dran, was einige unangemeldete Besucher kritisieren, die ohne Test nach Hause gehen müssen.

Durch das Eintrittstesten, etwa beim Friseur, ab Montag und auch dem obligatorischen negativen Test für Pendler aus dem Ausland ab Mittwoch, ist der Andrang gestiegen. Die sieben Impf- und Testzentren im Land stoßen an ihre Grenzen. Wer nicht schon vor einigen Tagen einen Termin gebucht hat, muss auf eine Gratis-Testmöglichkeit warten. Freitagmittag waren erst wieder am Donnerstag, 11. Februar, Termine in Oberwart frei.

In den anderen Zentren zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. „Es gibt pro Teststraße 40 Testungen in der Stunde“, erklärt ein Sprecher von SPÖ-Soziallandesrat Leonhard Schneemann. Die beiden Straßen in Oberwart sind täglich 13 Stunden geöffnet, somit werden 1.040 Personen pro Tag getestet. „Ohne Anmeldung, wäre es zu Menschenansammlungen gekommen“, heißt es vom Land.

Die ÖVP übte Kritik an der Teststrategie des Landes und sprach von „Chaos“ mit viel zu wenig Kapazität. „Es erreichen uns Hunderte Anrufe von verunsicherten Unternehmern, weil sie keinen Termin bekommen“, sagt Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth. Vor allem tausende Pendler aus Ungarn wollen sich testen lassen, um weiter einreisen zu dürfen.

Die SPÖ gibt die Schuld an die ÖVP-Bundesregierung weiter, die keine Test-Kapazitäten geschaffen habe, obwohl die neuen Verordnungen gemacht wurden, wie SP-Gesundheitssprecher Killian Brandstätter sagte. An zusätzlichen Testmöglichkeiten werde gearbeitet. „Es soll in vielen Gemeinden dezentrale Testmöglichkeiten geben“, teilt Landesrat Schneemann mit. Details werden am Montag präsentiert.

„Wir haben nur zehn Minuten gebraucht“, sagten zwei Männer aus Ungarn am Freitag. Sie melden sich gleich für den nächsten Test an, in sieben Tagen.

Alternativen: Wo man sich testen lassen kann

Wer ab Montag einen sogenannten „körpernahen Dienstleister“ besuchen will, braucht einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden ist (siehe Artikel links). Selbiges gilt für Schüler, die in die Schule wollen – aber natürlich erst nach den Semesterferien. Einreisenden Pendlern hingegen reicht ein negativer Test, der innerhalb der vergangenen sieben Tage gemacht wurde.

Testzentren
Die sieben Test- und Impfzentren in Gols, Eisenstadt, Müllendorf, Mattersburg, Neutal, Oberwart und Heiligenkreuz sind Montag bis Sonntag von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Getestet wird gratis, aber nur nach Voranmeldung und Terminvereinbarung. Dies ist ausschließlich online auf der Homepage des Landes Burgenland möglich: www.burgenland.at/coronavirus

Alternativen
Neben den sieben Testzentren gibt es auch einige andere Möglichkeiten, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Zum Beispiel bieten insgesamt elf burgenländische Apotheken diese Möglichkeit an. Außerdem gibt es zahlreiche Ärzte und Labore in den Bezirkshauptstädten, die ebenfalls Testmöglichkeiten anbieten. Oft muss man dafür aber selbst bezahlen.

Informationen
Weitere Informationen erhalten Sie zum Beispiel bei der Info-Hotline der Ages (0800/ 555621). Weitere Anlaufstellen sind die Homepage des Landes (www.burgenland.at) beziehungsweise dessen Hotline ( 057/6001035,  Montag bis Freitag von 7.30 bis 16 Uhr). Bei Fragen zur Impfung erreichen Sie das Land per eMail unter coronaimpfung@bgld.gv.at
 

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