© Greenpeace/Mitja Kobal

Chronik Burgenland

Greenpeace protestiert vor ungarischer Botschaft gegen See-Projekt

15 Greenpeace-AktivistInnen protestieren vor der ungarischen Botschaft in Wien gegen die Errichtung eines Mega-Projektes am ungarischen Teil des Neusiedler Sees.

08/24/2021, 09:59 AM

Im Zuge der Greenpeace-Aktion haben drei AktivistInnen den Balkon der ungarischen Botschaft besetzt und dort ein gro√ües Transparent mit der Aufschrift ‚ÄúKeine Umweltzerst√∂rung am Neusiedlersee‚ÄĚ fixiert. Die AktivistInnen fordern einen sofortigen Baustopp in FertŇĎr√°kos.

Gefordert wird au√üerdem die umgehende √úbermittlung aller Informationen √ľber das Bauprojekt durch die ungarischen Beh√∂rden an die √Ėffentlichkeit und die √∂sterreichische Bundesregierung. Das ist trotz des Baubeginns vor einigen Wochen immer noch nicht geschehen. 

Projekt mitten im Nationalpark

Das von der ungarischen Regierung vorangetriebene Projekt liegt mitten im mehrfach gesch√ľtzten Nationalpark, Natura 2000-Gebiet und international bedeutenden Ramsar-Feuchtgebiet. Das Projekt gef√§hrdet auch den UNESCO-Welterbestatus des Neusiedler Sees.

60 Hektar Natur, umgerechnet rund 80 Fu√üballfelder, sollen etwa f√ľr ein Vier-Sterne-Hotel mit 100 Zimmern, ein Parkhaus mit 880 Stellpl√§tzen und einen Yachthafen mit 850 Bootsliegepl√§tze zerst√∂rt werden. Das Projekt in Ungarn ist damit das derzeit gr√∂√üte Bauprojekt am Neusiedler See.

‚ÄúDie Vorgehensweise der ungarischen Regierung ist inakzeptabel. Ungarn behauptet, dass das Bauprojekt keine Auswirkungen auf √Ėsterreich h√§tte. Das ist nicht nachvollziehbar, denn die Baustelle liegt nur knapp einen Kilometer von der √∂sterreichischen Grenze entfernt‚ÄĚ, sagt Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster.

K√ľrzlich hat Greenpeace gegen das Bauprojekt eine Petition gestartet. ‚ÄúIn nur 2 Wochen haben wir bereits knapp 20.000 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Die Menschen sind zutiefst besorgt √ľber die ma√ülose Zerst√∂rung im Nationalpark‚ÄĚ, so Schuster.

Das Projekt in FertŇĎr√°kos sei die derzeit gr√∂√üte Bedrohung f√ľr den Nationalpark. Greenpeace beobachtet aber auch einige geplante Bauvorhaben auf √∂sterreichischer Seite mit gro√üer Sorge.

Ein k√ľrzlich von Greenpeace beauftragtes und ver√∂ffentlichtes Gutachten kam zum Ergebnis, dass durch das Bauprojekt in FertŇĎr√°kos inakzeptable Auswirkungen auf Fauna und Flora drohen. Diese Auswirkungen sind grenz√ľberschreitend und betreffen auch Natur und Umwelt auf der √∂sterreichischen Seite. Insbesondere die Vogelwelt w√ľrde massiv unter dem Projekt leiden.

"Die Bedrohung f√ľr den Neusiedler See ist real. Auch die UNESCO hat bereits Ihre Sorge in einer Stellungnahme ausgedr√ľckt", merkt Schuster an. Greenpeace fordert von der ungarischen Regierung einen sofortigen Baustopp in FertŇĎr√°kos.

"Gegen die Renovierung des bestehenden Strandbades hätten wir nichts einzuwenden. Aber das geplante Projekt ist einfach viel zu groß, versiegelt eine enorme Fläche und gefährdet nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch den Welterbe- und den Nationalparkstatus der Region", so Schuster.

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