20.577 Operationen: Burgenlands Kliniken behandeln mehr Patienten
Die Gesundheit Burgenland verzeichnete 2025 mehr ambulante Patientinnen und Patienten und einen deutlichen Anstieg der medizinischen Leistung.
Die Gesundheit Burgenland hat ihren Geschäftsbericht für 2025 veröffentlicht und meldet steigende Patientenzahlen sowie einen deutlichen Zuwachs bei den medizinischen Leistungen. Im vergangenen Jahr wurden 35.289 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt. Die Zahl der ambulanten Patientinnen und Patienten erhöhte sich um 8,22 Prozent auf 183.066.
- Insgesamt wurden in den Kliniken 20.577 Operationen durchgeführt.
- Die medizinische Leistung, gemessen an den LKF-Punkten, stieg gegenüber dem Vorjahr um 33,26 Prozent auf 199.519.433 Punkte.
- Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 309,4 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 337,9 Millionen Euro im Jahr 2025.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sieht in den Zahlen eine Bestätigung der Gesundheitsoffensive des Landes. „Der Geschäftsbericht zeigt sehr deutlich, warum wir unsere Gesundheitsoffensive konsequent umsetzen. Die Menschen werden älter, der medizinische Bedarf steigt und unsere Kliniken werden immer stärker in Anspruch genommen.“
200 Millionen Euro aus dem Landesbudget
Nach Angaben Doskozils fließen jährlich 200 Millionen Euro aus dem Landesbudget in den Betrieb der Kliniken. Zugleich erneuerte er seine Kritik an Überlegungen, medizinische Leistungen stärker zu zentralisieren. „Wir brauchen ein starkes öffentliches Gesundheitssystem und keine schleichende Privatisierung.“ Das Land halte deshalb an seiner Fünf-Spitäler-Garantie fest.
Auch einzelne Bereiche verzeichneten laut Geschäftsbericht Zuwächse. An der Klinik Oberpullendorf stiegen die Geburtenzahlen um sechs Prozent. Die Kinderwunschambulanz verzeichnete um 40 Prozent mehr Behandlungszyklen. Insgesamt gab es 2025 in den Kliniken 948 Geburten.
Gesundheit Burgenland-CEO Florian Schlechtleitner verweist auf mehrere Projekte und medizinische Schwerpunkte. Dazu zählen der Aufbau der minimalinvasiven Neurochirurgie und des Wirbelsäulenzentrums, der Startschuss für die Herzchirurgie in Oberwart, das da Vinci Single-Port System, die EMAS-III-Zertifizierung sowie der Neubau der Klinik Gols.
„Wir treiben Innovationen nicht um der Technik willen voran, sondern um die medizinische Versorgung weiter zu verbessern“, sagt Schlechtleitner. Besonders hebt er die Personalsituation in der Pflege hervor: „Dass wir unsere Pflegestellen vollständig besetzen konnten, ist angesichts des österreichweiten Fachkräftemangels alles andere als selbstverständlich.“
Fast 2.800 Mitarbeiter bei der Gesundheit Burgenland
Insgesamt beschäftigte die Gesundheit Burgenland 2025 inklusive Karenzen 2.792 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kamen 226 Pflegeschülerinnen und 107 Absolventinnen. Die Kliniken verfügten über 633 Betten, die durchschnittliche Verweildauer betrug 4,64 Tage.
Doskozil kündigte an, die Gesundheitsoffensive fortzusetzen und weiter in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Infrastruktur und Spitzenmedizin zu investieren. „Die steigenden Patientenzahlen zeigen, dass die Menschen Vertrauen in unsere Kliniken haben“, sagte der Landeshauptmann.
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