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Chronik Burgenland Aus Ihrer Region
03/01/2021

Suona: Managerin mit musikalischer Motivation

Die Neufelderin Susanne Kremsner, zweifache Mutter und Managerin in einem Modekonzern, wagt als Sängerin einen Neustart.

von Stefan Jedlicka

Eigentlich war die Musik schon immer Mittelpunkt ihres Lebens. Seit frühen Kindestagen war die gebürtige Wienerin Susanne Kremsner davon umgeben – durch ihre musikalische Mutter, die selbst fünf Instrumente spielte. „Meine Eltern wollten meine Schwester und mich so musikalisch wie möglich erziehen. Mama hat gesagt, Musik und Gesang sind wichtig für das Leben“, erinnert sie sich.

Klassische Ausbildung

Im Alter von 8 Jahren begann sie, an der Violine klassische Musik zu spielen, am Grazer Konservatorium – nachdem die Familie aus Wien in die Steiermark übersiedelt war – wurden Susannes musikalisches Gehör und Kompositionstalent gefördert. Doch trotz klassischer Ausbildung galt ihre Liebe vor allem dem Gesang und aktueller Popmusik.

Gitarre und Gesang

Erste Gesangserfahrung sammelte sie im Kinderchor, sang Lieder ihrer liebsten Popidole nach. Auf Wunsch ihres Vaters absolvierte sie dann trotzdem ein Wirtschaftsstudium an der Wiener Fachhochschule für Marketing und Verkauf, blieb aber selbst während dieser Zeit ihrer großen Leidenschaft stets treu, begann parallel dazu mit Gitarren- und Gesangsunterricht und arbeitete an ihrer Stimmtechnik.

Ihre berufliche Laufbahn führte Susanne ins Management eines großen Modekonzerns, wo sie Großkunden in Osteuropa und Israel betreut. „Ich musste viel reisen, was sich 2020 aber natürlich verändert hat“, erzählt sie. „Die Pause hat mir gutgetan.“

Und die Liebe zur Musik ließ die Powerfrau nicht los. Mit 38 Jahren wagte sie den Schritt in die zweite Karriere, schraubte ihre berufliche Tätigkeit zurück und widmet sich nun der Musik: „Ich bereue meine wirtschaftliche Ausbildung nicht, weil sie im Musikbusiness sicher auch wichtig ist. Aber ich denke schon manchmal darüber nach, was ich vielleicht verpasst habe. Was gewesen wäre, wenn ich mich früher voll auf die Musik konzentriert hätte.“

Familie als Inspiration

Ganz aufgegeben habe sie ihre bisherige Tätigkeit nicht: „Aus finanziellen Gründen bin ich zu 50 Prozent in der Modebranche und zu 50 Prozent im Musikbusiness. Schauen wir einmal, wie es sich weiterentwickelt.“ Unter dem Künstlernamen Suona schreibt und singt sie englischsprachige Popsongs. Als Inspirationen diene ihr dabei einerseits persönlich Erlebtes aus ihrer Vergangenheit, andererseits Erfahrungen aus ihrem derzeitigen Familienalltag mit ihren beiden Kindern, 4 und 8 Jahre alt.

Neuer Song in Arbeit

Vereinbaren lasse sich all das „nur hintereinander, nicht gleichzeitig“, sagt Susanne. „Für Dinge wie Fernsehen zum Beispiel bleibt keine Zeit.“

Im Oktober ist ihre Single „closer now“ erschienen. An der nächsten arbeitet sie mit Produzent Johnny Matrix bereits. „Wir hoffen, dass sie bis Ende März fertig wird.“ Die Zusammenarbeit laufe sehr gut, sagt die Sängerin: „Unser Musikgeschmack ist sehr ähnlich. Ich schreibe die Melodien und Texte, komme dann mit meinen Ideen zu ihm, wir überarbeiten alles und gemeinsam entsteht etwas, das mir sehr gut gefällt.“

Wie schon zu „closer now“ soll auch wieder ein Video gedreht werden. „Der neue Song wird von der Sehnsucht nach Ausgehen, nach Party machen handeln“, verrät Suona. Sie selbst hoffe ebenfalls auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. Auch, um live auftreten zu können: „Das will ich auf jeden Fall tun, ich bin gerade auf der Suche nach Möglichkeiten.“

Wieder im Burgenland

Ihre internationalen Geschäftskontakte nutze sie, um ihre Bekanntheit als Sängerin zu steigern. „In Israel mit seiner Clubszene finden Radiosender meinen Song toll“, freut sie sich. Generell sei sie „sehr zufrieden mit der Resonanz auf meine Single – unter den derzeitigen Umständen“, sagt Susanne Kremsner.

Als „halbe Burgenländerin“ – ihr Vater stammt aus der Umgebung von Güssing – habe sie auch in ihrer Kindheit viel Zeit dort verbracht. „Wir hatten einen kleinen Weingarten“. Doch schon in ihren frühen Lebensjahren zog sie mit ihrer Familie nach Graz, wo ihr Vater einen Job gefunden hatte. „Die Eltern leben noch dort. Wenn Zeit bleibt, besuchen wir sie an den Wochenenden gerne“, erzählt Susanne.

Mittlerweile lebt sie wieder im Burgenland, hat mit Mann und Kindern in Neufeld im Bezirk Eisenstadt-Umgebung ein Zuhause gefunden, von dem sie schwärmt: „Die Kinder können hier in diesem Paradies aufwachsen, das trotzdem so nah an Wien und am Flughafen liegt, was natürlich praktisch für meinen Beruf ist.“

Bleibt noch die Frage nach dem Künstlernamen. „Warum Suona? „Das kommt vom italienischen suonare – klingen, Musik spielen – und passt von den ersten Buchstaben her gut zu Susanne.“ Und sie gibt zu: „Die Namenssuche war der längste Prozess. In der Zeit hätte ich zwei Lieder schreiben können.“

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