Wissen und Gesundheit
04.12.2017

Wie lautes Lesen das Gedächtnis fördert

Lautes Lesen bringt's: Forscher belegen einen Nutzen fürs Hirn.

Wer etwas laut vorliest, merkt sie das Gelesene automatisch leichter. Das haben Wissenschafter der kanadischen University of Waterloo herausgefunden. Das Sprechen des Textes hilft demnach dabei, dass Wörter ins Langzeitgedächtnis gelangen.

Für die Erhebung wurden Tests mit 95 Probanden durchgeführt. In Summe wurden vier Methoden überprüft, die allesamt zum Ziel hatten, geschriebene Information ins menschliche Gedächtnis zu transformieren. Lautes Lesen war am effektivsten.

Verantwortlich dafür ist eine von den Forschern als "Produktionseffekt" benannte Wirkungsweise: Das gleichzeitige Sprechen und Hören der eigenen Stimme hat also die positivsten Auswirkungen auf das Gedächtnis. "Diese Studie belegt, dass Lernen und Gedächtnis von einer bewussten Beteiligung profitieren", betont Colin M. MacLeod, Mitautor der Studie.

Studienleiter Noah Forrin zufolge könnten vor allem Pensionisten von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren.

Die Studie wurde im Fachblatt Memory veröffentlicht.