Der Paarungstrieb der Katzen kann für Halter mühsam sein.

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Tiercoach
03/13/2017

Kann eine kastrierte Katze rollig sein?

Leser stellen Fragen zu ihren Katzen. KURIER-Tiercoach Katharina Reitl gibt Ratschläge.

von Hedwig Derka

Warum gebärdet sich die kastrierte Katze wie rollig? Wieso hat der gesunde Kater kahlen Stellen im Fell? Leser fragen, KURIER-Tiercoach Katharina Reitl, Zoodoc in der Ordination Tiergarten Schönbrunn, antwortet:

Wir haben vor ein paar Monaten zu unserem kastrierten Kater (7 Jahre) eine ca. dreijährige Katze aus dem Tierheim geholt. Bald mussten wir feststellen, dass sie nicht kastriert war, denn sie wurde rollig, und unser Kater "stürzte" sich auf sie. Wir haben sie kastrieren lassen. Jetzt fängt sie wieder an mit der Schreierei. Auch unser Kater ist wieder "wilder" auf sie. Wie kann das sein?

Prinzipiell können Tiere, wenn sie spät kastriert werden, bestimmte Verhaltensmuster so verinnerlicht haben, dass sie diese auch nach einer Kastration, unabhängig von Geschlechtshormonen, zeigen. Wenn es aber zu so deutlichen Anzeichen kommt, wie bei Ihrer Kätzin, dann sollten Sie diese auf versprengtes Keimgewebe untersuchen lassen. Eine Blutuntersuchung auf das Anti-Müller-Hormon bzw. auf Östrogen kann durchgeführt werden. Ebenso ist eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und des restlichen Bauchraums angezeigt. Die Bilder können auch sehr hilfreich für die Planung eventuell nötigen Operation sein.

Wir haben seit einigen Monaten einen siebenjährigen Kater bei uns. Er hat schon länger kahle Stellen an den Beinen. Der Tierarzt meint, dass Wicky komplett gesund und gut genährt ist und ein schönes Fell hat. Eine Antiallergie-Spritze hat leider nicht geholfen, auch ein Medikament scheint nicht zu wirken. Im Gegenteil: Es wird immer schlimmer. Dabei leckt sich der Kater nicht ständig. Zwischendurch wachsen Haare nach, dafür sind sie dann an anderen Stellen weniger. Stress haben wir bei ihm keinen bemerkt. Könnte es eine Futterunverträglichkeit sein?

In der Tat besteht die Möglichkeit einer Futtermittelallergie. Leider ist gerade bei der Katze eine strikte hypoallergene Diät oft schwierig durchzuführen. Für eine verlässliche Aussage muss sie das spezielle Futter mindestens acht Wochen fressen und darf nichts anderes erwischen. Einen wirklich guten Test gibt es nicht. Eventuell leidet Ihr Kater unter einer anderen Allergie – z.B. gegen Pollen oder Hausstaub. Eine einmalige "Antiallergie-Spritze" gibt es nicht. Meist wird Cortison injiziert. Die Wirkung hält nur kurze Zeit an, dann beginnt die Allergie wieder aufzuflammen. Gerade eine Futtermittelallergie spricht oft sehr schlecht auf Cortison an.

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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