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Wissen Gesundheit
07/17/2019

Die Folgen des langen Sitzens (und wie Sie sie ausgleichen können)

Die Folgen unseres vielen Sitzens sind laut Studien so verheerend wie Rauchen. Aber es gibt auch Ausgleichsmöglichkeiten.

von Julia Gschmeidler

Wir sitzen. Und das die meiste Zeit. Laut Studien verbringen wir 50 bis 70 Prozent der wachen Zeit auf einem Sessel – im Job und im Alltag. Morgens beim Frühstück, am Weg zur Arbeit im Auto oder in der U-Bahn, am Schreibtisch im Büro, in der Kantine beim Essen, abends im Kino- oder Theatersessel, später am Sofa, bis wir schließlich zu Bett gehen und liegen. „Wir haben eine Epidemie der körperlichen Inaktivität, die über uns hereinschwappt“, sagt Sportmediziner und Kardiologe Josef Niebauer.

Die Folgen dieser Trägheit sind weitreichender, als sich viele bewusst sind. Britische Wissenschafter haben 18 existierende Studien mit knapp 800.000 Probanden analysiert und kommen zu dem Schluss, dass ein Vielsitzer ein erhöhtes Risiko von Diabetes, Herzkrankheiten und einem frühen Tod hat. Die Probanden, die am längsten saßen, wiesen sogar ein um 49 Prozent höheres Sterberisiko auf als die mit der kürzesten Sitzzeit.