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Wissen Gesundheit
05/17/2021

Die Tests in den Schulen werden jetzt zuverlässiger

Drei Mal wöchentlich wird in den Klassen in der Nase gebohrt - das soll die Schule zu einem sichereren Ort machen.

von Ute Brühl

Heute wird erst einmal in der Nase gebohrt: Schülerinnen und Schüler, die am Montag das Schulhaus betreten, werden zuerst einmal auf eine Covid-19-Infektion getestet. Das Prozedere wird am Mittwoch oder Freitag wiederholt – in Summe wird also drei Mal in der Woche kontrolliert.

Fast so sicher wie PCR

Dabei kommen jetzt auch für die jüngeren Schüler die sogenannten Flowtex-Tests zum Einsatz, die laut Untersuchungen der MedUni Wien etwa 90 Prozent der positiven Fälle herausfiltern, die auch bei den noch genaueren PCR-Tests festgestellt werden würden.

Nur Oberstufen

Diese sensibleren Tests standen bisher nur Schülerinnen und Schülern der Oberstufen zur Verfügung. Seit Kurzem sind sie in den AHS-Unterstufen sowie den Mittelschulen im Einsatz, ab Juni werden diese Tests auch in die 3. und 4. Klassen der Volksschulen geliefert.

Wer sich oder sein Kind nicht in der Schule testen lassen will, der bringt ein negatives Ergebnis mit, das von einer befugten Stelle ausgestellt wurde – also in einer Teststraße, in einer Apotheke oder in einem Labor, das PCR-Tests anbietet. Letztere dürfen maximal 72 Stunden alt sein, Antigentests maximal 48 Stunden.

Geimpft oder genesen

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu Hause getestet werden. Wer nachweislich in den vergangenen sechs Monaten eine Covid-19-Infektion durchgemacht hat oder wer geimpft ist, muss nicht zum Test.

Da die PCR-Tests die zuverlässigsten Ergebnisse liefern, wird überlegt, wie man diese in größerem Maßstab einsetzen können. In Wien wird deshalb bei einem Pilotprojekt der Einsatz von PCR-Tests erprobt. Versuche an zehn Gymnasien seien vielversprechend verlaufen, heißt es aus Wien. Dazu registrieren sich die Schüler auf der Testplattform von „Alles gurgelt“ und führen dann an fix vereinbarten Tagen zu Hause unter Anleitung der Web-App den Tests durch – das Ergebnis liegt dann spätestens nach 24 Stunden vor.

Alles gurgelt

Die Gurgeltests bekommen Schüler und Lehrer, die an dem Pilotprojekt teilnehmen, entweder in den BIPA-Filialen oder direkt am Schulstandort. In der Bundeshauptstadt ist es übrigens für alle Schüler möglich, sich im Drogeriemarkt einen Gurgeltest zu holen. Eine Variante, die möglichst viele Schülerinnen und Schüler nutzen sollten, wie es im Bildungsministerium heißt.

Ein Vorteil der Schnelltests in der Schule: Wer negativ getestet wird, dokumentiert dies mit einem Sticker–Heft. Ähnlich wie bei einem Panini-Heft erhält man pro negativem Ergebnis einen Ninja-Sticker, den man auf einen Papierbogen klebt. Dieser passt zusammengefaltet in jedes Börsel und kann als Nachweis genutzt werden, wenn man in ein Gasthaus, ins Schwimmbad oder zum Friseur will. Dieser „Ninja“-Ausweis gilt dann 48 Stunden nach dem letzten Testergebnis.

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