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Wissen Gesundheit
12/20/2020

Nach allergischen Reaktionen gibt US-Gesundheitsbehörde Richtlinien heraus

Die US-Gesundheitsbehörde CDC sagt, dass nach einer allergischen Reaktion der zweite Teil des Impfstoffes keinesfalls verabreicht werden soll.

von Anita Kattinger

Die US-Gesundheitsbehörde CDC gab am Samstag bekannt, dass sie die Fälle von allergischen Reaktionen auf den Coronavirus-Impfstoff von Pfizer-BioNTech untersucht hat. Bekanntlich traten diese Woche allergischen Reaktionen bei zwei Pflegern in Alaska auf, nachdem sie mit dem neuen Corona-Vakzins von Pfizer-BioNTech geimpft wurden.

In einem Fall kam es zu einem anaphylaktischen Schock: Bei der Frau mittleren Alters setzten die Symptome – Ausschlag im Gesicht und am Oberkörper, Atemnot, erhöhte Herzfrequenz – zehn Minuten nach der Injektion ein. Sie erhielt mehrere Dosen Adrenalin sowie Steroide und wurde zur Beobachtung im Spital behalten.

Aus diesem Grund veröffentlicht jetzt das CDC Richtlinien, wie mit solchen Fällen umgegangen werden soll: Keinesfalls dürfte der zweite Teil des Impfstoffs verabreicht werden, wenn es zu allergischen Reaktionen nach der Impfung gekommen sei und diese mit Adrenalin oder anders im Spital behandelt werden musste.

Alle jene, die eine Allergie auf Impfstoffe aufweisen, sollten sich mit deren Ärzten beraten lassen, ob der Impfstoff für sie infrage komme. Menschen, die unter Allergien auf Lebensmittel, Haustiere, Latex oder Pollen leiden, können geimpft werden.

Bereits am Freitag empfahl die US-Food an Drug Administration, dass auch der Moderna-Impfstoff keinesfalls an Allergiker verabreicht werden dürfe, wenn diese auf einen Bestandteil des Impfstoffs allergisch seien.

Bereits vor der CDC-Mepfehlung stelle Markus Zeitlinger, Facharzt für Klinische Pharmakologie von der MedUni Wien, im KURIER-Interview fest, dass "man niemanden ein zweites Mal impfen wird, der eine solche Reaktion gezeigt hat".

Bei Menschen mit schwerer Allergie-Geschichte kann es durch Impfungen häufiger zu solchen Reaktionen kommen, weiß Zeitlinger. Aus klinischen Studien werden sie meist ausgeschlossen, weil man eine Arznei möglichst breit und keine sehr seltenen Extremfälle untersuchen will.

Menschen mit schweren Allergien "sollten vorsichtshalber auf jeden Fall 24 bis 48 Stunden nach der Impfung nicht alleine sein", empfahl Virologin und Impfstoff-Expertin Christina Nicolodi im Interview mit dem KURIER.

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