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Wissen Gesundheit
11/10/2021

Corona: Impfungen verhinderten bisher 6.100 Todesfälle

Neue AGES-Statistik: Weil immer mehr Menschen geimpft sind, steigt auch die Zahl der Impfdurchbrüche. Aber mehr als 19.000 Krankenhausaufenthalte verhindert.

Von den 72.794 symptomatischen laborbestätigten Corona-Fällen, die zwischen 11. Oktober und 7. November aufgetreten sind, waren 41 Prozent der Betroffenen - 29.818 Personen - vollständig geimpft. Das gab die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Mittwoch bekannt. Die Anzahl der sogenannten Impfdurchbrüche lag damit zuletzt deutlich höher als seit Februar insgesamt mit rund 17 Prozent. Daten belegen aber weiterhin eine hohe Wirksamkeit der Impfung. Bei den sogenannten Impfdurchbrüchen handelt es sich meist um Infektionen mit milden Symptomen bzw. um sehr alte oder immungeschwächte Menschen, die auf die Impfungen nicht optimal angesprochen haben.

Von 5.415.439 Personen mit vollständiger Impfung wurden bisher 48.386 Fälle an Impfdurchbrüchen gemeldet, das sind 0,89 Prozent. Auf 1.000 vollständig geimpfte Personen kommen somit nur rund neun Personen mit einem Impfdurchbruch. Die Impfung schütze vor der Erkrankung und führe im Falle einer Infektion in der Regel zu einem milderen Krankheitsverlauf, hält die AGES fest.

Berechnungen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) nach wurden von ersten Februar bis 8. November 19.203 Krankenhausaufenthalte, 6.259 Aufenthalte in Intensivstationen und 6.118 Todesfälle durch die Covid-Schutzimpfung vermieden, heißt es in dem wöchentlichen Report der AGES. Es war außerdem zu erwarten, dass es mit steigendem geimpften Bevölkerungsteil zu mehr Impfdurchbrüchen kommt.

Wenn der Anteil der Geimpften in der Population steigt, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass unter den Personen, die sich mit SARS-CoV2 infizieren bzw. daran erkranken, Geimpfte sind, betonen die Experten. Je mehr aktive Fälle einer SARS-CoV2 Infektion es in der Bevölkerung gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit sich als geimpfte Person zu infizieren.

Obwohl der Impfstoff AstraZeneca in Österreich gar nicht mehr verimpft wird, zeigte er laut aktuellstem Bericht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) immer noch eine deutlich höhere Melderate als die anderen Vakzine. Pro 1.000 Impfungen lag die Melderate bei AstraZeneca 11,89, bei Moderna 3,32, bei BioNTech/Pfizer bei 1,73 und beim Janssen-Vakzin (Johnson & Johnson) 2,97. Von mehr als elf Millionen Impfungen vom 27. Dezember 2020 bis inklusive 5. November 2021 gab es 37.542 Meldungen von vermuteten Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang.

Neben Reaktionen an der Einstichstelle zählen Kopfschmerzen oder Müdigkeit (bei jeweils ca. 53 Prozent), Muskelschmerzen oder Unwohlsein (44 Prozent), Fiebrigkeit (33 Prozent), Gelenkschmerzen (26 Prozent), Schüttelfrost (32 Prozent) und Fieber über 38 Grad (acht Prozent) auch in den klinischen Studien zu den am häufigsten gemeldeten Impfreaktionen. Die Mehrheit war in der Intensität mild bis moderat und verschwand binnen weniger Tage.

Dem BASG wurden 175 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung gemeldet - 128 bei BioNTech/Pfizer, 18 bei Moderna, 26 bei AstraZeneca und drei bei Janssen. Bei fünf Patienten konnte aufgrund des Obduktionsberichts ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen werden. Bei 20 Personen fiel die Impfung in die Inkubationszeit einer Covid-19-Erkrankung im Rahmen derer die Patienten verstarben. Bei 34 weiteren bestanden schwerwiegende Vorerkrankungen, die vermutlich todesursächlich waren.

Bei zwei Fällen wird derzeit ein Zusammenhang mit der Impfung gesehen. Der Todesfall jener 49-jährigen Patientin, die nach einer Covid-19-Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca in Folge schwerer Gerinnungsstörungen verstorben ist, wurde als Kombination von Thrombose und Thrombozytopenie, auch bezeichnet als Vakzin-induzierte thrombotische Thrombozytopenie (VITT) eingestuft. Der Todesfall einer 36-jährigen Patientin nach einer Covid-19-Impfung mit dem Impfstoff von Janssen wird nach derzeitigem Erkenntnisstand ebenfalls dem Krankheitsbild einer VITT zugeordnet. 114 weitere Fälle sind noch in Abklärung bzw. konnten keine weiteren Informationen eingeholt werden. Die Untersuchungen, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt, laufen weiter.

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