Buchinger-Fasten, Basen-Fasten, F.X.Mayr-Kur: Was geht wie?
Beim Buchinger-Fasten ist keine feste Nahrung erlaubt, dafür Gemüsebrühen und verdünnte Säfte.
"Fasten ist eine Reinigung für Körper, Geist und Seele", sagt Astrid Rericha, ärztlich geprüfte Fastentrainerin der Gesellschaft für Gesundheitsförderung (ggf). Der Körper wird entlastet, Selbstheilungskräfte werden angeregt. Wenn man sich dazu für zirka eine Woche unter professioneller Begleitung zurückziehen will, gibt es verschiedene Konzepte und Angebote. Nachstehend drei Beispiele.
Vollfasten nach Buchinger:
Das nach dem deutschen Arzt Otto Buchinger (1878–1966) benannte. Buchinger-Fasten „ist ein sogenanntes Vollfasten“, sagt Astrid Rericha. Diese bietet Fastenkurse für Gesunde und Ausbildungen zum diplomierten Fastentrainer an.
„Beim Buchinger-Fasten verzichtet man für fünf bis zehn Tage auf feste Nahrung und ernährt sich ausschließlich von Gemüsebrühen mit Mineralstoffen und Spurenelementen, verdünnten Gemüse- und Obstsäften, Tees und (Zitronen-)Wasser.
Fasten fördert die Autophagie, den inneren Reinigungs- und Recyclingmechanismus der Zellen. Das Wort stammt aus dem Altgriechischen und leitet sich von autóphagos, "sich selbst verzehrend", ab. Gemeint ist damit ein Prozess, mit dem Zellen beschädigte Bestandteile abbauen, quasi "verdauen", recyceln und wiederverwerten.
Damit beseitigen sie auch erste krankhafte Zellveränderungen und schützen sich so vor der Entstehung von Krankheiten.
Warum ein Krebsforscher diesen Prozess als "Jungbrunnen" bezeichnet und wie er genau funktioniert, das lesen Sie bitte hier.
Pro Tag sollen bis zu drei Liter Flüssigkeit getrunken werden. In der Früh ist ein kleines Löfferl Honig zum Tee erlaubt. Genussmittel wie Alkohol, Zucker und Kaffee sind tabu. Bewegung wirkt dem Abbau von Muskelmasse entgegen.
Am ersten Tag wird der Darm mit einem abführenden „Glaubersalz-Trunk“ entleert. „Dadurch tritt kein Hungergefühl auf.“ Rund eine Woche vor dem Fastenstart sollte man mit Entlastungstagen beginnen. „Danach ist ein behutsamer Aufbau mit leichter Kost notwendig.“
Bastenfasten:
„Das ist eine milde Form zum klassischen Fasten“, erklärt Rericha. „Man darf dreimal am Tag essen – aber nur basenbildende Lebensmittel: Gemüse, Salat, Kartoffeln, Obst, Nüsse, Pilze, Kräuter und Sprossen sowie auch hochwertige Pflanzenöle.“
Die Hauptspeise gibt es meist zu Mittag, am Abend nur mehr eine Suppe. Rohkost ist bis 14 Uhr gestattet. Zwischen den Mahlzeiten sollen Essenspausen von vier bis fünf Stunden liegen.
Auf tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier) wird komplett verzichtet, ebenso auf Getreideprodukte und Genussmittel. „Das Ziel ist, den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder in Balance zubringen.“ Basenfasten sei eine ideale Methode für Fasteneinsteiger und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht vollfasten dürfen.
Rericha: „Für viele ist es ein Einstieg in einen langfristig gesünderen, basischen Lebensstil. Dabei sollten die basenbildenden Lebensmittel einen Anteil an der gesamten Ernährung von zumindest 70 Prozent haben.“
Info: gesundheitsfoerderung.at
F.X.Mayr-Kur:
Benannt nach dem Arzt Franz Xaver Mayr ( 1965), der 1875 im heutigen Gesundheitshotel Spanberger in Gröbming, Stmk., geboren wurde. Er bezeichnete den Darm als „das Wurzelwerk des Menschen“.
In zertifizierten F.X.Mayr-Zentren darf die F.X. Mayr-Medizin nur von speziell ausgebildeten Ärzten praktiziert werden. Sie hat vier Säulen:
- Schonung des Darms durch Fasten und Schonkost;
- Säuberung des Darms durch Wasser, abführende Salze und manuelle Bauchbehandlungen;
- Schulung von gesunden Essgewohnheiten;
- Substitution durch Zufuhr notwendiger Vital- und Nährstoffe.
Info: www.fxmayr.com
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