© APA/AFP/POOL/ANDREW MATTHEWS

Wissen Gesundheit
02/05/2021

Astra Zeneca wirkt laut neuen Daten auch bei Älteren

Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten - zumindest was die befürchtete eingeschränkte Wirksamkeit des Astra-Zeneca-Vakzins angeht.

Der von der Universität Oxford und dem Pharmakonzern Astra Zeneca entwickelte Corona-Impfstoff wirkt den britischen Gesundheitsbehörden zufolge auch bei älteren Menschen. Das hätten neue Studiendaten des britisch-schwedischen Pharmakonzerns bestätigt, sagte ein Vertreter der Aufsichtsämter.

Kein Hinweis auf mangelnde Wirksamkeit

Seit der Zulassung seien mehr Daten von Astra Zeneca eingegangen, da mehr Menschen die Studie abschlössen, und es gebe keinen Hinweis auf eine mangelnde Wirksamkeit bei Älteren. Während der Impfstoff in Großbritannien und auch von der EU-Arzneimittelbehörde EMA ohne Altersbegrenzung zugelassen wurde, wird in einigen europäischen Ländern das Vakzin nur unter 65-Jährigen verabreicht. Als Grund wurde angeführt, dass es keine ausreichenden Daten für die Wirksamkeit bei Älteren gibt. Die Ständige Impfkommission in Deutschland ist zum Beispiel aufgrund mangelnder Daten vorerst nur für eine Impfung bis 64 Jahre. 

Auf Nachfrage hatte erst kürzlich der österreichische Infektiologe Peter Kremsner von der Uni Tübingen gesagt: "Nach derzeitiger Datenlage sollte man den Impfstoff den über 65-Jährigen nicht verabreichen (...) Man könnte Gefahr laufen, dass sie (...) dann doch nicht ausreichend geschützt wären. Das ist nach den vorliegenden Daten bei den mRNA-Impfstoffen anders." Kurz zuvor sagte Kremsner aber auch im KURIER-Interview, dieser Impfstoff sei besser als keiner, sollte kein anderer zur Verfügung stehen. 

Österreich impft auch ältere mit Astra Zeneca

Ursula Wiedermann-Schmidt - Vorsitzende des Impfgremiums - betonte kürzlich im Gespräch mit dem KURIER: "Jeder zugelassene Impfstoff ist besser als keiner." Weiters sagt sie im Interview: "Die Sicherheitsdaten sind für alle Altersgruppen – auch jene über 65 Jahre – vergleichbar gut, es gibt also kein Sicherheitsrisiko. Auch die Bildung von Antikörpern nach der Impfung ist in allen Altersgruppen vergleichbar. Wir erwarten eine vergleichbare Verringerung tatsächlicher Erkrankungsfälle, auch wenn es noch keine ausreichenden Belege gibt. Deshalb sollen bei den über 65-Jährigen die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bevorzugt werden. Aber wenn zum Beispiel bettlägrige Menschen kein Impfzentrum aufsuchen können, kann der Hausarzt auch den Impfstoff von Astra Zeneca verabreichen, den er in seinem Kühlschrank lagern kann."

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