Früher hatten hier Banden das Sagen, heute der Direktor

Früher hatten hier Banden das Sagen, heute der Direktor
Wie ein Schulleiter es schaffte, eine Schule in einem sozial benachteiligten Viertel zu einer der besten in England zu machen.

60 Lehrpersonen begrüßen jedes Kind und jeden Elternteil in der Früh persönlich – und das mit einem Lächeln im Gesicht. Das war nicht immer so. Um die Schule, die im ärmsten Bezirk Londons liegt, machten viele einen großen Bogen: Drogen, Waffen, Bandenwesen, Armut sowie kaum Kinder, deren Muttersprache Englisch ist – das war hier die Normalität, erzählt Bildungswissenschafter Roland Bernhard. Aus ethischen Gründen darf er die Schule nicht namentlich nennen.

No-Go-Zone

„Es gab Zonen, die die Lehrkräfte nicht betreten durften. Eine Lehrerin erzählte, dass sie am ersten Schultag nur auf dem Sportplatz war, weil es fünf Mal einen Feueralarm gab“. Auch das Urteil der Schulinspektion war vernichtend: „Ungenügend“. Die Jugendlichen sind in der Schule nicht sicher, der Unterricht ist eine Katastrophe, die Ergebnisse ebenso. All das war auf der Homepage der Schule zu lesen, denn die Inspektionsberichte sind dort zu veröffentlichen.

Kommentare