Wissen
24.07.2018

Dominikanische Republik: 1.000 Tonnen Müll von Strand entfernt

Mit vereinten Kräften und unter der Leitung einer Umweltschutzorganisation wurden Unmengen an Abfall eingesammelt.

Umweltschützer, Einsatzkräfte und freiwillige Helfer haben in der Dominikanischen Republik rund 1.000 Tonnen Müll an einem Strand eingesammelt. Der auch bei Touristen beliebte Strand Playa de Montesinos in Santo Domingo war am schwersten von einem Müllteppich betroffen, wie das Büro des Bürgermeisters der Hauptstadt des Landes am Montag mitteilte.

Tonnen von Müll an Karibikstrand

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DOMINICAN REP-POLLUTION-BERYL

DOMINICAN REP-POLLUTION-BERYL

Soldiers remove plastic and other debris during a cleanup on the shores of Montesinos beach, in Santo Domingo

Plastic and other debris are seen on the shores of Montesinos beach, in Santo Domingo

A soldier cleans the shores of Montesinos beach, which is covered in plastic and other debris, in Santo Domingo

Die Reinigungsarbeiten sollten bis Dienstag abgeschlossen werden. Am Strand Fuerte de San Gil werde noch Unrat eingesammelt, erklärte das Bürgermeister-Büro.

Video sorgte für Entsetzen

Ein Video der Naturschutzorganisation Parley for the Oceans, das die Verschmutzung der Strände von Santo Domingo zeigt, hatte in der vergangenen Woche in den sozialen Netzwerken Entsetzen ausgelöst. Das Video zeigt einen dichten Müllteppich aus Flaschen, Styropor und anderem Plastikmüll. Nach Angaben der Organisation waren rund 500 Menschen im Einsatz, um den Unrat zu entfernen.

Es wurde vermutet, dass der Müll von einem Sturm an die Küste der Insel Hispaniola gespült wurde. "Das mit eigenen Augen zu sehen, ist schockierend, aber was viel schlimmer ist, ist, dass es nichts Neues für Santo Domingo ist", erklärte Carmen Danae Chamorro von der Naturschutzorganisation. Jedes Mal, wenn es stark regne, werde Müll angespült, so Chamorro. Der Müll wurde teils mit Baggern aus dem Wasser geschaufelt, wie auf Videoaufnahmen zu sehen war.

Die Dominikanische Republik gilt bei Deutschen als beliebtes Ziel für Pauschalurlaub. Das Land teilt sich die Insel Hispaniola mit dem ärmsten Karibikstaat Haiti.