Teuerung: AK sieht Haushalts-Zusatzkosten im Schnitt bei 1.400 Euro pro Jahr

Streit um Grundrente
Arbeiterkammer kritisiert, dass die Mehrkosten durch das Entlastungspaket der Regierung bei weitem nicht abgedeckt werden.

Die Arbeiterkammer (AK) hat die Zusatzkosten für einen Durchschnittshaushalt durch die hohe Inflation nachgerechnet - ausgehend von einer "Normal-Inflation" von zwei Prozent, wie sie jahrelang in etwa vorherrschte, während die aktuelle Teuerungsrate bei 6,8 Prozent liegt: Demnach würden die Mehrkosten heuer bis Jahresende bei gut 1.400 Euro liegen.

Diese Mehrbelastung würde durch die Maßnahmen der Bundesregierung bei weitem nicht abgedeckt, so die Kritik der AK.

Entlastung sei zu gering

Durch Einmalzahlung, Klimabonus, Ökostrompauschale und Energieabgaben würden die Bürger nämlich nur eine Entlastung von rund 650 Euro erhalten.

AK-Steuerexperte Dominik Bernhofer nennt ein praktisches Beispiel: So hat ein alleinstehender Mieter mit mittlerem Einkommen (Gasheizung für 75 Quadratmeter, kein Auto) mit Mehrkosten von rund 1.000 Euro zu kämpfen. Die Entlastungen der Regierung betrage aber nur rund 450 Euro.

Familie am Land

Noch mehr treffe es eine vierköpfige Mittelschichtfamilie am Land, wo täglich 39 Kilometer ohne zumutbares Öffi gependelt werden müsse. "Die höheren Energiepreise bedeuten für sie Mehrkosten von gut 2.300 Euro. Zwar profitiert die Familie auch von der geplanten Erhöhung von Pendlerpauschale und Pendlereuro - aber in Summe viel zu wenig. Sie müssen heuer trotzdem netto rund 800 Euro mehr bezahlen als in den Jahren zuvor", gibt Bernhofer zu bedenken.

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