ARCHIV - Ein Big Mac der Fastfood-Kette McDonald's liegt am 27.02.2007 in München (Oberbayern) in einer Verpackung. Der Hunger auf Fast Food hält an: McDonald's hat im Schlussquartal 2011 den weltweiten Umsatz um zehn Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar hochgeschraubt. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf unterm Strich 1,4 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro). Zu den besten Kunden zählten dabei die Deutschen, wie der US-Konzern am Dienstag erklärte Foto: Matthias Schrader dpa (zu dpa0990 vom 24.01.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa/Matthias Schrader

Pferdefleisch-Skandal
02/26/2013

McDonald's Österreich sieht sich nicht betroffen

Nachfrage nach Burgern sei nicht zurückgegangen, so Österreich-Chef Schmidlechner. McApp soll im März kommen.

Bei McDonald's laufen Kunden angeblich nicht Gefahr, in einen "McHorse" zu beißen. "Unser Rindfleisch ist zu 100 Prozent aus Österreich und mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet", sieht man sich beim Burgerbrater nicht vom Skandal um falsch deklariertes Pferdefleisch betroffen.

Man arbeite nicht mit Zwischenhändlern, sondern beziehe die Ware direkt von den Bauern.

Die Nachfrage nach Burgern & Co sei jedenfalls nicht zurückgegangen, versicherte der neue McDonald's-Österreich-Chef Andreas Schmidlechner am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz. "Das Vertrauen der Konsumenten ist da."

Woher das Hendl für die Nuggets kommt

Während das Rindfleisch bei McDonald's aus Österreich stammt, ist der Großteil der Hühner aus dem Ausland - vorwiegend aus Deutschland, Holland und Slowenien. In der benötigten Qualität gebe es davon nicht ausreichend in Österreich, so die Erklärung. "Klare und strenge Vorgaben" sowie kurze Wege vom jeweiligen Betrieb zu McDonald's sorgen laut dem Österreich-Chef aber dafür, dass auch wirklich drin ist was drauf steht.

Schmidlechner schätzt, dass - je nach Saison - 60 Prozent der bei McDonald's verwendeten Produkte aus Österreich stammen. Im Sommer sei der Salat aus Österreich und Ungarn, im Winter aus Spanien. Neben Rindfleisch seien auch Milch, Eier sowie die Kartoffeln für die Pommes mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet. Bei Rind bedeutet das, dass das Tier in Österreich geboren werden muss, hier gemästet, geschlachtet und zerlegt wurde.

Stöger für härtere Strafen

Gesundheitsminister Alois Stöger macht indes mit der angekündigten Strafverschärfung für falsche Lebensmittelkennzeichnung ernst. Einenentsprechenden Entwurfhat er am Montag an den Koalitionspartner ÖVP übermittelt. Mit der geplanten Novelle des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes soll eine Mindeststrafe von 5000 Euro eingeführt werden.

McDonald's Österreich

McDonald's hat in Österreich mit 184 Restaurants kaum noch Luft nach oben, wenngleich der neue Österreich-Chef Andreas Schmidlechner Potenzial an "hochfrequenten Standorten" sieht, wie er am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz sagte.

Filialen: Limit bald erreicht

Im Vorjahr sind sechs neue Niederlassungen eröffnet worden, heuer sollen zwischen sechs und acht neue Restaurants aufmachen. Den Burgerbrater zieht es vor allem in Bahnhöfe, Einkaufszentren und an Autobahnen. In zwei bis drei Jahren soll es hierzulande 200 Restaurants geben. Damit dürfte das Limit erreicht sein.

Burger & Co werden heuer übrigens nicht teurer: Vorerst wolle man an den Preisen nichts ändern.

Jeder geht durchschnittlich 20 Mal im Jahr

Im vergangenen Jahr sorgten bei McDonald's 157 Millionen Gäste für einen um rund 6 Prozent auf 548 Mio. Euro gestiegenen Umsatz. In 150 der über 180 Restaurants ist ein McCafe integriert, das sei die höchste Dichte in Europa, so Schmidlechner, der erst kürzlich Andreas Schwerla als neuer Österreich-Chef nachfolgte. Eine radikale Richtungsänderung werde es unter seiner Leitung nicht geben, sagte Schmidlechner heute. "Aber lassen Sie sich überraschen."

McDonald's hat in Österreich 8900 Beschäftigte, nur 100 davon sind Lehrlinge. In Zukunft sollen es "deutlich mehr" werden. Im Herbst startet McDonald's seine unternehmenseigene Privat-Berufsschule.

McApp

Die schon für das vergangene Jahr angekündigte App zum mobilen Bestellen soll ab März funktionieren. Das Menü wird am Smartphone zusammengestellt und gegen Vorzeigen des Bestellcodes abgeholt - an eigens vorgesehenen Schaltern, wodurch man sich das Anstellen spart. Vorerst startet ein Testlauf in ausgewählten Filialen. "Österreich ist damit das Pilotprojekt in Europa", so Schmidlechner.

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