© KURIER/Deutsch Gerhard

Kommunalkredit
03/29/2013

Mehr Zeit für Verkauf erbeten

Österreich hat erneut um mehr Zeit für den Verkauf der notverstaatlichten Bank angesucht.

Bis Ende März hätte Österreich Zeit gehabt, die notverstaatlichte Kommunalkredit zu privatisieren. Weil daraus nichts wurde, hat der Bund nun vor Ablauf der Frist in Brüssel um eine Fristverlängerung angesucht - erneut. Das berichtet das WirtschaftsBlatt in seiner Freitagausgabe. "Das Ansuchen des Finanzministeriums ist vor Ablauf der Frist erfolgt", zitiert das Blatt Adolf Wala, Vorstand der Fimbag, die für das Finanzministerium den Verkaufsprozess begleitet.

Zweite Fristverlängerung

Die notverstaatlichte Kommunalkredit Austria AG, der gute Teil der ehemaligen Kommunalkredit, hätte eigentlich schon bis Jahresende 2012 wieder privatisiert werden sollen, was aber nicht gelungen ist, weil die Angebote der Bieter rechtlich zu komplex gewesen seien, hieß es damals. Daher bemühte sich das Finanzministerium um eine Verlängerung der Frist um drei Monate, die von der EU-Kommission auch gewährt wurde. Diese Frist ist nun wieder ergebnislos verstrichen.

Infrastrukturbank

Die Bank wurde vom Staat mit 250 Mio. Euro frischem Kapital ausgestattet und diesen Betrag sollte die Entstaatlichung auch wieder einspielen. Marktkenner rechnen laut Zeitung mit einem Erlös von maximal 125 Mio. Euro bei der Privatisierung. Für den Fall, dass die Kommunalkredit auch nach einer weiteren Verlängerung nicht zu verkaufen ist, kursierten schon Ideen: Eine davon ist die Schaffung einer eigenen Infrastrukturbank.

Wie lange nun die Republik Zeit hat, die Kommunalkredit zu veräußern, ist unklar: "Im Ansuchen an die Kommission wurde keine Frist vorgeschlagen", erklärte Wala der Zeitung. Er rechnet nun damit, dass die EU in den nächsten Wochen darüber entscheiden wird. In Österreich wurde zuletzt ein Zeithorizont von zwei Jahren diskutiert. So lange soll der Prozess nach Einschätzung von Fimbag-Vorstand Wala nicht dauern. "Der Verkauf könnte durchaus heuer noch gelingen."

Vier Angebote auf dem Tisch

An der Bieterzahl hat sich nichts geändert. Dem Vernehmen nach liegen vier Angebote am Tisch, die seien jedoch "komplex und von allen Seiten zu bewerten", so Wala. Untern den Interessenten soll sich auch die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) und die New Yorker Private Equity-Firma Apollo Global Management befinden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.