© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
09/28/2020

Jobabbau im Tourismus traf vor allem Wien

Wifo: Aussichten für Wintersaison schlecht. Kündigungen und Pleiten nicht zu vermeiden

Der Corona-bedingte Einbruch der Nächtigungen hat in der bisherigen Sommersaison Wien besonders stark getroffen, weil die ausländischen Gäste weggeblieben sind. Kärnten hingegen profitierte, da mehr Österreicher Urlaub in dem seenreichen Bundesland machten.

Das spiegelt sich auch in der Jobstatistik wieder, wie eine aktuelle Wifo-Studie zeigt. Demnach fielen in Wien besonders viele Tourismus-Arbeitsstellen weg, in Kärnten am wenigsten. Demnach lag der Beschäftigungsstand im August insgesamt um 10,5 Prozent oder knapp 25.000 Stellen unter dem Vorjahresniveau. 

Im Beherbergungswesen (Hotels, Pensionen usw.)  wurden in Wien gegenüber August 2019 verhältnismäßig am meisten Jobs abgebaut (-17,6 Prozent), auch Niederösterreich (-13,2 Prozent) und Tirol (-10,1 Prozent) litten stark unter dem Ausfall ausländischer und auch inländischer Gäste. Kärnten kam dank der regen Inlandsnachfrage mit einem Jobabbau von 1,7 Prozent am glimpflichsten davon.

Gastro-Minus

Auch in der Gastronomie ging es den Angestellten in Wien im Sommer am schlechtesten. In der Hauptstadt ging die Beschäftigung in dem Sektor im August um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, gefolgt von Salzburg mit minus 11,8 Prozent und Niederösterreich mit minus 10,7 Prozent.

Die Aussichten für die Wintersaison 2020/21 sind auch alles andere als rosig. Das Wiederaufflammen von Corona sowie damit verbundene Reisebeschränkungen lassen sinkende Gästezahlen befürchten, so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung zu Beschäftigungsverlusten im Tourismus. Auch sei nicht zu erwarten, dass die Inlandsnachfrage die ausfallenden Gäste aus dem Ausland im selben Ausmaß kompensieren kann wie im ersten Corona-Sommer.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.