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Wirtschaft

Handelsangestellte demonstrieren in Wien und Salzburg

In der Sozialwirtschaft wird heute wieder verhandelt. Die Gewerkschaft fordert 15 Prozent mehr Lohn.

11/16/2022, 12:22 PM | Aktualisiert am 11/16/2022, 02:22 PM

Nachdem es in drei Verhandlungsrunden zum Kollektivvertrag im Handel zu keiner Einigung gekommen ist, finden heute zwei Demonstrationen von Handelsangestellten statt. Die Vorstellungen der beiden Seiten liegen weit auseinander.

WĂ€hrend die Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung von 4 Prozent plus einer Einmalzahlung angeboten haben, fordert die Gewerkschaft GPA eine Gehaltserhöhung um 10 Prozent, einmalige PrĂ€mien lehnt sie ab. Angesichts der Rekordteuerung mĂŒsse eine ordentliche Gehaltserhöhung fĂŒr die ĂŒber 400.000 HandelsbeschĂ€ftigten herausschauen. Von der höheren Kaufkraft wĂŒrden wiederum die HĂ€ndler auch profitieren, argumentierte GPA-Vorsitzende Barbara Teiber.

In Wien hat die Veranstaltung am Vormittag am Christian-Broda-Platz begonnen. Über die Mariahilfer Straße geht der Zug bis hin zur KĂ€rntner Straße 51, dem GeschĂ€ft von Handelsobmann Rainer Trefelik. Etwa 1.000 BeschĂ€ftigte haben sich laut der Gewerkschaft angeschlossen. In Salzburg findet die Demonstration ab 11:30 Uhr am Platzl statt.

Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft

Ein besseres Angebot erwarten sich auch die Arbeitnehmervertreter der Sozialwirtschaft. FĂŒr die 130.000 BeschĂ€ftigten in der dem privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich, gehen die Kollektivvertragsverhandlungen heute in die dritte Runde.

Die Gewerkschaften GPA und vida fordern von den Arbeitgebern eine Gehaltserhöhung um 15 Prozent und mindestens 350 Euro bei einer Vollzeitanstellung, diese hatten 7,5 Prozent geboten und einem Abschluss ĂŒber zehn Prozent im Vorfeld eine Absage erteilt. Vergangene Woche kam es in bereits zu einer Demonstration und mehreren Betriebsversammlungen, um den Forderungen der BeschĂ€ftigten Nachdruck zu verleihen.

Bewachungsbranche fordert 2.000 Euro Brutto-Mindestlohn

FĂŒr die rund 15.000 BeschĂ€ftigten in der Bewachungsbranche fordert die Gewerkschaft vida einen monatlichen Brutto-Mindestlohn von 2.000 Euro. Die zweite Verhandlungsrunde fĂŒr einen neuen Kollektivvertrag ist am Dienstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Angebot der Arbeitgeber sei in Anbetracht von Rekordinflation nicht ernst zu nehmen, hieß es am Mittwoch seitens der Gewerkschaft.

"Bewacherinnen und Bewacher gehören zu jenen, die das Land in den vergangenen zweieinhalb Jahren wĂ€hrend Corona am Laufen gehalten haben. Es kann nicht sein, dass jene BeschĂ€ftigten jetzt fairen Einkommen nachlaufen mĂŒssen, die sie verdient haben", sagte Gernot Kopp, Verhandlungsleiter im Kollektivvertrag fĂŒr das Bewachungsgewerbe in der Gewerkschaft vida, laut einer Aussendung.

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