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Wirtschaft
12/13/2019

Frauen verdienen in Top-Jobs in Staatsbetrieben weniger als Männer

Das Gehalt weiblicher Führungskräfte ist um rund ein Fünftel niedriger als jenes der Männer.

Unternehmen und Einrichtungen des Bundes halten die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten ein. 2018 lag sie bei 31,4 Prozent. Die Entlohnung der Frauen im selben Jahr allerdings nur bei 83,5 Prozent der Gagen der Männer. Das ist ein Rückgang im Vergleich zu 2016, als es noch 93,9 Prozent waren. Das zeigt der Einkommensbericht des Rechnungshofs, der am Freitag vorgelegt wurde.

Geringe Verbesserung

Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Vorständen der Staatsbetriebe: Der Frauenanteil stieg 2018 um rund einen Prozentpunkt auf 21,6 Prozent, aber die Einkommen von weiblichen Vorstandsmitgliedern bzw. der Geschäftsführerinnen betrugen 2018 im Durchschnitt über alle Branchen 180.285 Euro und damit nur 79,4 Prozent der Durchschnittsbezüge ihrer männlichen Kollegen (227.179 Euro), erhob der Rechnungshof.

Immerhin hat sich in dieser Kategorie die Entlohnung der Frauen im Vergleich zur Bezahlung der Männer um einen knappen Prozentpunkt verbessert. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt in Österreich übrigens bei 24.300 Euro, wobei die Vorarlberger am meisten und die Wiener am wenigsten verdienen.

Der Rechnungshof erhebt auch die Bezahlung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie stieg im Schnitt um zwei Prozent, von 54.100 Euro 2017 auf 55.200 Euro 2018. Bei den Vorständen fiel der Anstieg mit 3,2 Prozent (von 211.400 Euro auf 218.300 Euro) im gleichen Zeitraum etwas höher aus.

Hohe Gehälter

Die bestbezahlten Vorstände gab es in der Branche "Verkehr und Lagerei" (unter anderem Post, Rail Cargo Austria, ÖBB-Infrastruktur, ÖBB-Personenverkehr, Asfinag) mit 377.400 Euro, die bestbezahlten Mitarbeiter bei den Finanz- und Versicherungsunternehmen mit 88.400 Euro.

Der Rechnungshof erhob die durchschnittlichen Einkommen bei 423 Unternehmen und Einrichtungen des Bundes für 2017 und 427 Unternehmen und Einrichtungen für 2018. Damit wurden 2018 1.754 Aufsichtsratsmitglieder, 637 Mitglieder von Vorständen bzw. Geschäftsführungen sowie 238.916 Beschäftigte erfasst.

Pensionszahlungen gestiegen

Auch die Pensionsleistungen der Staatsbetriebe wurden unter die Lupe genommen. Im Jahr 2018 betrugen diese zusätzlichen Leistungen an ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Angehörige 543,71 Millionen Euro und wurden an 24.659 Personen ausgezahlt.

Im Jahr 2017 waren dies 540,07 Millionen Euro für 24.674 Personen. Davon umfasst sind sämtliche Pensionsbezieherinnen und Pensionsbezieher, einschließlich der Hinterbliebenen aus dem Kreis der ehemals Beschäftigten, Vorstands– und Aufsichtsratsvorsitzende sowie Vorstands– und Aufsichtsratsmitglieder.

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