Dieselaffäre: Gerichte haben rund 1.100 Prozesse unterbrochen

Dieselaffäre: Gerichte haben rund 1.100 Prozesse unterbrochen
Österreichs Richter warten auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die könnte noch heuer fallen.

Der Riesenskandal um manipulierte Dieselautos gilt als das teuerste Schadensereignis in der Rechtsschutzversicherungsbranche. Alleine in Deutschland mussten die Versicherungen im Zuge von Schadenersatzklagen 1,21 Milliarden Euro für Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten aufbringen. 388.000 Kunden haben ihre Versicherung in Anspruch genommen, der gesamte Streitwert wird mit 9,8 Milliarden Euro beziffert.

Für Österreich liegen derzeit noch keine offiziellen Zahlen vor. Thomas Hirmke, Chefjurist des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), meint, dass die Kosten grob geschätzt etwa ein Zehntel der deutschen Kosten betragen. Eine genaue Zahl konnte am Freitag vom Versicherungsverband nicht eruiert werden.

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