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Wirtschaft
01/29/2022

Dem Boykott zum Trotz: Welche Sponsoren hinter Olympia stecken

Unter den Hauptsponsoren von Olympia 2022 befindet sich nur ein chinesisches Unternehmen. Vor allem die Japaner gehen auf Distanz.

von Mirad Odobašić

"Wir stehen hinter der Olympischen Bewegung, und unsere langfristige Unterstützung für ihre Ideale wird nicht nachlassen", heißt es in einer Erklärung des Allianz-Konzerns. Einer der größten Versicherer der Welt war der einzige der Olympia-Exklusivsponsoren, der Human Rights Watch geantwortet hat. Die in New York ansässige Organisation wollte von den großen Unternehmen, die die Winterspiele möglich machen, wissen, wie sie auf Gastgeber China einwirkten, um Menschenrechtsverletzungen anzugehen. Immerhin würden sie zusammen Milliarden US-Dollar an Gebühren zahlen, um sich mit dem Olympia-Logo zu schmücken. 

Während Allianz' Antwort milde gesagt diplomatisch daherkam, blieben die PR-Leute anderer angeschriebener Konzerne - 13 sind es an der Zahl - stumm. Immer lauter wurden unterdessen die Kritiken am Gastgeberland, dem die Unterdrückung der Uiguren, die Zerschlagung der Freiheitsrechte Hongkongs sowie Chinas zunehmend aggressives Vorgehen auf internationaler Ebene angelastet wird.

Die Sponsoren

Nicht verschont werden von der Weltpresse auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) - und eben die Sponsoren. So schrieb der Londoner Guardian, dass das IOC glaube, "dass sein ramponierter Ruf durch die Beschwörung von Freundschaft und Respekt und die weltweite Liebe zum Sport geschützt wird. Aber viele Länder haben es sich zu Recht noch einmal überlegt, ob sie diese Veranstaltung wirklich unterstützen wollen. Die Sponsoren sollten das ebenfalls tun".

Einst war es eine Prestigesache. Heute scheint das Olympiasponsoring allerdings eine heikle Angelegenheit zu sein, die dem Image des Sponsores mehr Schaden als Nutzen anzurichten droht. Doch wer sind eigentlich diese Exklusivpartner des IOC? Was tun sie, wo kommen sie her? Ein Überblick: 

Airbnb und die Stadt Wien weiter nicht auf einer Linie

Airbnb (USA)

Der Apartment-Vermittler wurde 2008 in den USA, im kalifornischen Silicon Valley, gegründet, wo er immer noch seinen Sitz hat. Airbnb bietet in inzwischen 191 Ländern über 7 Millionen Unterkunftsmöglichkeiten und 40.000 Aktivitäten, die alle von lokalen Gastgebern betrieben werden. Trotz der Pandemie gab das börsennotierte Unternehmen Ende 2021 bekannt, sein bisher umsatzstärkstes und profitabelstes Vierteljahr verbucht zu haben.

Im dritten Quartal legten die Erlöse gegenüber dem Vorjahreswert um fast 70 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Mrd. Euro) zu. Damit setzte das von CEO Brian Chesky geleitete Unternehmen sogar 36 Prozent mehr um als im Vergleichszeitraum 2019 vor der Pandemie. Der Nettogewinn betrug 834 Millionen Dollar und fiel somit 280 Prozent höher aus als 2020.

Als globaler Partner war Airbnb bei den Olympischen Spielen in Tokio, die anstatt 2020 im Jahr darauf stattfanden, an Bord. Das wird abgesehen von Peking 2022 auch bei den Sommerspielen in Paris 2024 bzw. Los Angeles 2028 sowie den Winterspielen in Cortina 2026 der Fall sein.

Alibaba Group (China)

Der Internet-Handelsriese ist das einzige chinesische Unternehmen unter den großen Olympia-Sponsoren - und das wohl einzig umstrittene. Der charismatische Alibaba-Gründer Jack Ma war mit seiner Forderung nach einer Deregulierung des Finanzmarktes zur Gefahr für die regierende kommunistische Partei geworden, worauf der Börsengang einer Tochterfirma gestoppt wurde. Das hatte große finanzielle Einbußen zur Folge. Die Botschaft dahinter: Die Politik hat das Sagen, nicht die Konzerne.

Zurück zu den Anfängen, die im Jahr 1999 liegen. Der charismatische ehemalige Englischlehrer Jack Ma startete in der Metropole Hangzhou mit Hilfe von 17 Freunden und einem Kapital von rund 60.000 Dollar die B2B-Handelsplattform Alibaba.com. Ziel war es, chinesische Hersteller mit westlichen Käufern zu verbinden. Nachdem Allibaba so gut eingeschlagen war, gründete Ma weitere Unternehmen wie Taobao, Tmall und Alipay - und so wuchs die Alibaba Group zu einem Konzern, der Ende 2021 258.578 Angestellte zählte. 

Der Umsatz von Alibaba ist stetig gestiegen und erreichte im Geschäftsjahr 2021 einen Wert von rund 717 Milliarden Yuan (umgerechnet 100,5 Milliarden Euro). Das bedeutet ein Plus von rund 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der größte Umsatzanteil wurde mit umgerechnet 68,4 Milliarden Euro im chinesischen Binnenhandel erzielt. Mit seinem internationalen Handel erwirtschaftete das Unternehmen rund 6,85 Milliarden Euro. 

Alibaba hat mit dem IOC eine Partnerschaft geschlossen, die mindestens bis 2028 läuft und der olympischen Bewegung Innovationen in E-Commerce, Cloud-Diensten, Ticketing und dem Bau von digitalen Medienplattformen bringen soll. 

Allianz Group (Deutschland)

Der Allianz Konzern wurde 1890 in München gegründet, wo er immer noch seinen Sitz hat. Als einer der weltweit größten Versicherungskonzerne und Finanzdienstleister hat er weltweit mehr als 150.000 Mitarbeiter sowie Kunden in mehr als 70 Ländern. Im dritten Quartal des Jahres 2021 konnte Allianz einen weltweiten Umsatz in Höhe von rund 34,4 Milliarden Euro verzeichnen, der Umsatz von 2020 betrug vergleichsweise 140,5 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen des Konzerns, dessen Vorstandsvorsitzender seit fast sieben Jahren Oliver Bäte ist, beträgt 2,25 Billionen Euro. 

"Nicht nur die Allianz Arena in München zeigt, wie sehr sich die Allianz für den Fußballsport begeistert", ist auf der Homepage des Konzerns zu lesen. Sowohl mit dem deutschen Fußballgiganten FC Bayern München als auch mit dem spanischen Großklub FC Barcelona pflege man "eine starke Partnerschaft". Bekanntlich trägt auch das neue Stadion des österreichischen Rekordmeisters Rapid den Namen des deutschen Versicherers. Nun hat man sich auch auf der größten Sportbühne einen Platz gesichert: Das IOC und Allianz gingen 2021 eine Partnerschaft ein, die bis 2028 datiert ist. 

ATOS (Frankreich)

Atos entstand 1997 aus der Fusion verschiedener französischer IT-Dienstleister. 2000 fusionierte man abermals, diesmal mit der niederländischen Firma Origin. Das in Bezons bei Paris ansässige Unternehmen wuchs stetig, zum einen durch Akquisitionen, zum anderen durch Outsourcingvereinbarungen mit Personal- und Technologietransfers. 2010 folgte der größte Coup des IT-Dienstleisters, als man Siemens IT Solutions and Services übernahm. 

Atos ist heute in 73 Ländern vertreten. Als weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation beschäftigt das Unternehmen 110.000 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von über 11 Milliarden Euro.

Seit 2001 ist Atos offizieller IT-Partner bei den Olympischen Spielen. 

Bridgestone (Japan)

Ishibashi Shōjirō gründete 1931 in der japanischen Stadt Kurume eine Firma für die Produktion von Tabi, einem traditionellen japanischen Schuh. Erst ein Jahr später folgte dann die Umwandlung in eine Reifenfabrik. Den wohl größten Deal machte das Unternehmen zwölf Jahre nach dem Tod des Gründers, als man 1988 den amerikanischen Konkurrenten Firestone zu einem Preis von 2,6 Milliarden Dollar kaufte.

Der heutige Sitz des Unternehmens, das beinahe 144.000 Mitarbeiter in 150 Ländern zählt, befindet sich in Tokio. Der weltgrößte Reifenhersteller für Pkw, Busse, Lkw und Spezialfahrzeuge verbuchte 2020 einen Umsatz in Höhe von 17,4 Milliarden Euro. Der geschätzte operative Gewinn betrug 2021 2,02 Milliarden Euro. 

2014 traf Bridgestone mit dem IOC eine Vereinbarung, nach der man bis zu den Olympischen Spielen 2024 ein offizieller weltweiter TOP Olympia-Partner ist.

Coca Cola (USA)

Über die Geschichte des 1886 vom Apotheker John Stith Pemberton aus Atlanta erfundenen Getränks muss man eigentlich keine Worte verlieren. Der weltweit größte Softdrinkhersteller, der heute etwa 87.000 Mitarbeiter beschäftigt, trat bereits 1927 erstmals in den chinesischen Markt ein. In Schanghai gründete das US-Unternehmen seine erste Fabrik auf chinesischem Boden. Zudem brach das Unternehmen das Eis, viele andere ausländische Konzerne wie KFC und McDonald’s trauten sich endlich nach China, wo sie bald auch Fuß fassten. 

Inzwischen hat sich China zum weltweit drittgrößten Markt für Coca-Cola gemausert. Am 27. Oktober gab der Konzern bekannt, im dritten Quartal einen Nettoumsatz von 10,04 Milliarden US-Dollar (9,3 Milliarden Euro) verzeichnet zu haben, was einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Markterwartungen von 9,75 Milliarden US-Dollar übertrifft. Der Nettogewinn erreichte 2,47 Milliarden, ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Engagement von Coca-Cola in der olympischen Bewegung hat Tradition: 1928, bei den Spielen in Amsterdam, war man zum ersten Mal dabei. Diesmal tritt Coca-Cola bei Olympia gemeinsam mit dem chinesischen Produktions- und Vertriebsunternehmen Mengniu Dairy auf. Der Kontrakt, der für zwölf Jahre von 2021 bis 2032 abgeschlossen worden ist, soll dem IOC rund drei Milliarden Dollar einbringen. 

Intel (USA)

Gordon Moore und Robert Noyce heißen die beiden Köpfe, die 1968 in Kalifornien hinter der Gründung des Unternehmens steckten, das einige Jahre später den ersten Mikroprozessor - ein Meilenstein in der CPU-Geschichte - bauen sollte. Im Laufe der Zeit mauserte sich Intel zum unangefochtenen Chip-Primus - und einem Arbeitgeber von über 110.000 Menschen weltweit.  

Intel hat es geschafft, im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres trotz Lieferproblemen einen Rekordumsatz zu erzielen. Dieser stieg von Oktober bis Dezember verglichen mit dem Vorjahr um vier Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen nahm 2021 insgesamt 79 Milliarden Dollar ein, was rund 70 Milliarden Euro entspricht - ein Plus von einem Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr sank der Gewinn um fünf Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar.

Seinen ersten Auftritt bei den Olympischen Winterspielen hatte Intel 2018 in Pyeongchang. Die Vereinbarung besteht zunächst bis zum Jahr 2024. Intel soll dem IOC verschiedene Anwendungen und Tools zur Verfügung stellen, um entsprechenden Content entwickeln zu können, zum Beispiel 5G-Mobilfunk-Standard sowie Dronen-, Virtual Reality- und 3D-Technik.

Omega (Schweiz)

La Chaux-de-Fonds gehört zu den bekanntesten Städten der Schweizer Uhrenproduktion. Dort eröffnete im Jahr 1848 ein gewisser Louis Brandt einen Betrieb zur Herstellung von Uhrenteilen. Nach dessen Tod trieben seine Söhne das Werk weiter voran, so dass dieses am Ende des 19. Jahrhunderts 500 Mitarbeiter hatte, die 100.000 Uhren produzierten. 

Heute gehört Omega zur Swatch Group und ist ein Synonym für Luxus. James Bond ist wohl der berühmteste Träger einer Omega, im wahren Leben sind es prominente Persönlichkeiten wie George Clooney, Nicole Kidman oder Michael Phelps. 2,3 Milliarden Schweizer Franken bzw. 2,2 Milliarden Euro beträgt der Umsatz des Uhrenherstellers, der im Schweizer Biel beheimatet ist und weltweit 2.000 Mitarbeiter zählt. 

Omega ist nunmehr seit 1932 der offizielle Zeitmesser der sportlichen Wettkämpfe. Auch in Peking liefert das Schweizer Unternehmen die offiziellen Uhren und das technische Equipment zur Zeitnahme. Die Partnerschaft mit dem IOC ist bis 2032 befristet. Vorerst. 

Panasonic (Japan)

1918 gründete Matsushita Kōnosuke in Osaka mit seinen Geschwistern ein Elektrogerätewerk, das zuerst Adapter und Doppelfassungen für Glühlampen produzierte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Umbenennung in Panasonic und der Vorstoß nach Europa. 

Heute hat das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Kadoma hat, weltweit über 275.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2020/2021 erwirtschaftete die Panasonic Corporation, die eine breite Palette an Produkten anbietet - von Halbleitern über Haushaltsgeräte bis zu Motoren - einen Umsatz in Höhe von rund 7.000 Milliarden Yen (rund 52 Milliarden Euro).

Panasonic begann sein Olympia-Engagement 1984 in Los Angeles als Lieferant des professionellen Soundsystems und der großen Videoanzeige für das Hauptstadion. Seitdem ist man weltweiter Partner der Olympischen Spiele im Bereich Audio- und Video-Equipment. Mit dem IOC hat die Panasonic Corporation einen Vertrag bis 2024. Ob dieser nochmals verlängert wird, ist mehr als fraglich. Das Unternehmen ging zuletzt angesichts der ablehnenden Haltung eines Großteils der japanischen Bevölkerung auf Distanz zu den Spielen und fuhr seine Werbeaktivitäten stark zurück.

Procter & Gamble (USA)

Unter den "Großen 13" hat The Procter & Gamble Company die größte Tradition. Die beiden britischen Auswanderer William Procter und James Gamble gründeten 1837 in Cincinnati die Firma, die heute zu den weltweit größten Konsumgüter-Konzernen gehört. Bereits 1915 expandierte P&G erstmals über US-Grenzen hinaus, zuerst nach Kanada, dann nach England. 

Heute hat der Konzern, zu dessen Marken Pampers, Always, Meister Proper, Ariel, Duracell oder Gillette und Braun zählen, 135.000 Mitarbeiter, die in 80 Ländern verstreut sind. Der Umsatz des US-Riesen wuchs im Jahr 2021 auf ein Niveau von rund 76 Milliarden US-Dollar (68,1 Milliarden Euro). Im internationalen Vergleich führt P&G das Ranking der nach Umsatz größten FMCG-Konzerne im Nonfood Segment vor Unilever an.

Als globaler Partner steht P&G dem IOC bis Olympia 2028 in Los Angeles zur Verfügung. Das 2020 unterschriebene Abkommen umfasst erstmalig die weltweiten Vermarktungsrechte für die Paralympischen Spiele. Man will sich für weitere Fortschritte in ihren gemeinsamen Werten einsetzen: Gleichstellung und Inklusion, ökologische Nachhaltigkeit und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Apropos Nachhaltigkeit: P&G ließ vor den Spielen in Tokio zum ersten Mal Podien aus recyceltem Kunststoff bauen. Auch künftig will man diesen Trend fortsetzen.

Samsung (Südkorea)

1938 gründete Lee Byung-chull in Daegu ein Lebensmittelhandelsgeschäft, das zu einem Unternehmen wuchs, das Ende der 1960er Jahre bereits die Fertigung elektrotechnischer Artikel in Angriff nahm. Heute ist das Unternehmen den Meisten vor allem durch seine Smartphones bekannt. Der Konzern, der heute in 74 Ländern etwa 270.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist aber auch auf die Produktion von Unterhaltungs- und Industrieelektronik spezialisiert, darunter digitale Mediengeräte, Speicherchips und integrierte Systeme.

Samsung wurde zu einem der bekanntesten Namen in der Tech-Branche und ist für etwa ein Fünftel der gesamten Exporte Südkoreas verantwortlich - eine unvorstellbar hohe Summe. Dank seines starken Chipgeschäfts hat der Elektronikriese im abgelaufenen Quartal deutlich mehr Gewinn und Umsatz erzielt. Der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 64 Prozent auf 10,8 Billionen Won (8 Mrd. Euro). Der Umsatz erreichte mit 76,6 Billionen Won (56,7 Mrd Euro) einen Quartalsrekord. Im Gesamtjahr 2021 verzeichnete der Konzern einen Umsatzrekord von 279,6 Billionen Won. Der Reingewinn erhöhte sich um 51 Prozent auf 39,9 Billionen Won.

Seit 1996 ist Samsung am olympischen Bord. Bis mindestens 2028 will man sich zum TOP-Partner des IOC zählen lassen - und Olympioniken und Olympionikinnen mit Informationstechnologien ausstatten. 

Toyota (Japan)

Kiichirō Toyoda hob 1937 die Toyota Motor Corporation in der gleichnamigen Stadt aus der Taufe. Bereits wenige Jahre nach der Gründung begann der Zweite Weltkrieg und bei dessen Ende für Toyota die erste, große Bewährungsprobe. Auch die Nachkriegsinflation konnte den steilen Aufstieg stoppen, der aus Toyota einen der größten Automobilhersteller der Welt machte. 

Zuletzt hat der japanische Konzern beim globalen Absatz seinen Spitzenplatz verteidigen und seinen Rivalen Volkswagen auf Abstand halten können. Trotz der Lieferengpässe bei Halbleitern und anderer Folgen der Pandemie hielt Toyota seine Produktion 2021 auf hohem Niveau. Wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, setzte die Gruppe, zu der auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, im vergangenen Jahr 10,5 Millionen Fahrzeuge ab. Das ist ein Plus von 10,1 Prozent zum Vorjahr, als sich Toyota die Krone von VW zurückholte. Zuvor war VW fünf Jahre lang Spitzenreiter. Toyota beschäftigt 370.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt, baut Fahrzeuge in 29 Ländern und verkauft sie in mehr als 170 Ländern.

Toyota gehört seit 2015 zur olympischen Familie. Ob die Partnerschaft noch lange anhält, ist wie bei Panasonic äußerst fraglich. Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio ging der Konzern auf Distanz, Chef Akio Toyoda sagte seine Teilnahme an der Eröffnungszeremonie ab, vorbereitete Werbespots mit Olympia-Bezug strahlte man nicht aus. Bei diesen Spielen würde vieles auf Unverständnis stoßen, hieß es zur Begründung.

Visa (USA)

Die Geschichte von Visa beginnt 1958 - dem Jahr, in dem die Bank of America ihr erstes Kreditkartenprogramm für Verbraucher aus dem Mittelstand und kleine und mittelständische Unternehmen in den USA einführte. Das Wachstum des Unternehmens hat nicht lange auf sich warten lassen. Die erste internationale Expansion erfolgte 1974, bevor 1975 die Konto- bzw. Bankomatkarte eingeführt wurde. 

Im Jahr 2007 schlossen sich mehrere regionale Unternehmen aus unterschiedlichen Erdteilen zusammen und gründeten gemeinsam Visa Inc. 2008 gelang dem Unternehmen einer der größten Börsengänge der Geschichte. Heute bietet Visa, ein Unternehmen mit 15.000 Mitarbeitern, in mehr als 200 Ländern und Regionen Produkte und Dienstleistungen für alle Geräte an: Bezahlkarten, Laptops, Tablets und mobile Geräte. Der Umsatz des in Kalifornien ansässigen Unternehmens betrug 2020 21,85 Milliarden Dollar (19,6 Milliarden Euro). 

Seit 1986 ist Visa ein Top-Partner des IOC. 2018 wurde die Partnerschaft um 14 Jahre bis ins Jahr 2032 verlängert. Auf Visa kann sich das IOC wohl am besten verlassen. 

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