Wirtschaft
08.03.2013

17 von 18 US-Banken bestehen Stresstest

"Die größten US-Banken verfügen über eine viel stärkere Kapitalausstattung als vor der Finanzkrise", teilte die Fed mit.

Die meisten US-Großbanken haben offenbar ihre Hausaufgaben nach der Finanzkrise gemacht. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen des jüngsten Stresstests der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) würden 17 der 18 wichtigsten Finanzkonzerne des Landes einen neuerlichen katastrophalen Wirtschaftsabschwung überstehen. "Die größten US-Banken verfügen über eine viel stärkere Kapitalausstattung als vor der Finanzkrise", teilte die Fed mit.

Einzig die Geldreserven von Ally Financial würden unter den vorgeschriebenen Puffer rutschen. Das ehemals zu General Motors gehörige Geldhaus wurde während der letzten Finanzkrise vom Staat gerettet. Das Institut, das früher unter dem Namen GMAC firmierte, befindet sich zu 74 Prozent in Staatsbesitz.

Stresstest

Die Fed führt die jährlichen Stresstests bei den US-Banken auf Basis eines im Zuge der Finanzkrise 2008/09 geschaffenen Gesetzes durch. Dabei prüft die Notenbank, ob die Institute auch unter widrigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch über genügend Kapital verfügen würden, um zu überleben.

Dabei nimmt die Federal Reserve beispielsweise an, dass die Arbeitslosigkeit kräftig ansteigt und zugleich die Immobilienpreise ins Bodenlose fallen. Beides hat massive Auswirkungen auf die Kapitaldecke der Banken. Bei dem vor einem Jahr fertiggestellten Stresstest der Fed bei 19 großen US-Banken waren vier Häuser durchgefallen, weil sie die Anforderungen der Zentralbank nicht erfüllten - darunter die Citigroup. Die anderen großen Investmentbanken, Goldman Sachs, JP Morgan und Bank of America konnten damals überzeugen.