Wie hängen Schlafmangel und das Immunsystem zusammen?

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Zwillingsstudie: Wenig Schlaf macht krank
01/30/2017

Zwillingsstudie: Wenig Schlaf macht krank

Eine Schlafstudie mit eineiigen Zwillingen belegt erneut, dass zu wenig Schlaf das Immunsystem schwächt.

Schlafmangel stresst den Körper, angegriffen werden auch der Hormonhaushalt, die Leistungsfähigkeit und die Psyche. Wer zu wenig schläft, riskiert außerdem Gedächtnisstörungen oder legt an Gewicht zu. Auch der negative Einfluss auf das Immunsystem wurde in einigen Studien bereits nachgewiesen. Guter, ausreichender Schlaf hat hingegen viele positive Effekte. Er regeneriert, fördert die Konzentration am kommenden Tag, beugt Alzheimer und Parkinson vor und wirkt sich positiv aufs Sexleben aus.

Der immunschwächende Effekt des Schlafmangels wurde nun erneut in einer Untersuchung der Universität von Washington bestätigt. Für die Studie, die im Fachblatt Sleep veröffentlicht wurde, analysierten Forscher Blutproben von elf eineiigen Zwillingspaaren, die angaben sehr unterschiedliche Schlafgewohnheiten zu haben. Wie unterschiedlich das Schlafbedürfnis von Menschen ist, darüber wundern sich Mediziner schon lange. Mittlerweile weiß man, dass die Nachtruhe von mehreren Genen gesteuert wird. Weitere wesentliche Einflussfaktoren sind die Umgebung und verhaltensbezogene Ursachen. Mögliche Abweichungen durch genetische Faktoren konnten durch die spezielle Probandenauswahl ausgeschlossen werden.

Müder Zwilling mit geschwächter Immunabwehr

Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurde die Schlafdauer der Studienteilnehmer mittels am Handgelenk befestigter Messgeräte aufgezeichnet. Anschließend wurden die Blutproben der Zwillinge miteinander verglichen. Es zeigte sich, dass das Immunsystem jenes Zwillings, der weniger Schlaf abbekam, schwacher war.

"Was wir zeigen konnten ist, dass das Immunsystem am besten funktioniert, wenn es genug Schlaf bekommt“, so Studienautor Dr. Nathaniel Watson, Kodirektor des schlafmedizinischen Zentrums der Universität von Washington in Seattle im US-Bundesstaat Washington.

Dass eine verkürzte Schlafdauer die Zahl der Entzündungsmarker im Blut erhöht, konnte bereits in einigen Laborstudien belegt werden. Unter dem Begriff Entzündungsmarker werden in der Labordiagnostik eine Reihe von Blutwerten zusammengefasst, die dem Arzt Auskunft über Entzündungen im Körper geben. Bei Entzündungen im Körper steigen diese an. Mit der aktuellen Studie wurde dies erstmals auch außerhalb des Labors belegt.

"Die Ergebnisse decken sich mit Studien, die zeigen, dass Menschen mit Schlafmangel, denen eine Impfung verabreicht wird, eine geringere Antikörperreaktion aufweisen", so Watson. Es habe sich in der Vergangenheit auch gezeigt, dass Menschen mit Schlafmangel empfänglicher für eine Ansteckung mit dem Schnupfenvirus sind. "Die Studie liefert weitere Beweise dafür, dass Schlaf die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden vor allem in Bezug auf die Immunabwehr beeinflusst."

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