Warum man nach dem Nickerchen oft schlapp ist

Woman alseep next to smart phone
Foto: Getty Images/Geber86/istockphoto Ein Nickerchen bringt oft nicht den erhofften Frische-Kick.

Im Urlaub oder am Wochenende gönnen sich viele gerne ein Nachmittagsschläfchen. Oft ist man nach dem Nickerchen aber müder als zuvor. Doch warum ist das so?

Frisch und munter nach dem Nachmittagsschlaf? So fühlt man sich paradoxerweise nur selten. Vielmehr wacht man nach einem Nickerchen oft desorientiert, schlapp und schläfrig auf. Sogar Schwindelgefühle können auftreten.

Frische-Kick bleibt oft aus

Grund dafür ist, dass das Klingeln des Weckers einen zwar effektiv aus dem Schlaf holt, der Körper aber zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch in der Tiefschlafphase steckt. Das Schlafhormon Melatonin, welches aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert, ist im Organismus dann noch aktiv. Ein Erwachen aus dem Tiefschlaf führt zur sogenannten "Schlaftrunkenheit", was zur Folge hat, dass man noch schwerer in die Gänge kommt und müder als vor der Siesta ist (mehr dazu hier).

Wenn es die Zeit erlaubt, muss man aber nicht aufs Nickerchen verzichten. Immerhin haben Forscher kürzlich herausgefunden, dass die kurzen Schläfchen glücklicher machen.

Vorsicht ist dennoch geboten: Längere Nickerchen (über 30 Minuten) können Studien zufolge gesundheitlichen Schaden anrichten – und offenbar auch das Wohlbefinden beeinträchtigen. Während 66 Prozent jener Menschen, die nachmittags kurz einnicken, über ein gesteigerten Wohlbefinden berichten, ist dies nur für 56 Prozent der Langschläfer zutreffend.

(kurier / pama) Erstellt am
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