Wellness
29.04.2017

Sind Badebomben schlecht für den Intimbereich?

Badebomben sind beliebter denn je. Hersteller verkaufen sie in allen Farben und Duftnoten, auch zahlreiche DIY-Videos tummeln sich im Netz. Doch sind die Inhaltsstoffe für den Intimbereich unbedenklich?

Das saure Milieu der Scheide garantiert, dass Pilze und Bakterien sich nicht einnisten können. Häufiges Waschen, herkömmliche Duschgels, Seifen und Scheidenspülungen können die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht bringen, und damit Infektionen im Intimbereich begünstigen. Auch allseits beliebte Badebomben können das saure Milieu zerstören, wie Gynäkologen in einem Artikel des Magazins Self berichten.

Chemische Duftstoffe

Grund dafür seien Aromachemikalien, sprich Duftstoffe, die in den runden, gepressten Badezusätzen enthalten sind. Hält man sich über einen längeren Zeitraum im Badewasser auf, können diese Substanzen das Scheidenmilieu schädigen. Was bleibt, ist ein unangenehmes Gefühl, Gereiztheit und/oder Jucken - und Tage später oft erste Anzeichen einer Infektion (verstärkter Ausfluss, Rötungen, unangenehme Geruchsentwicklung, etc.).

Obwohl das Risiko besteht, dass Badekugeln den pH-Wert der Scheide durcheinander bringen, muss man nicht zwangsläufig auf sie verzichten, wie Jessica Shepherd, Frauenärztin an der University of Illinois in Chicago, gegenüberSelferklärt. "Manche Frauen erleben, dass ihr Intimbereich von Badekugeln in Mitleidenschaft gezogen wird, andere wiederum nicht", erklärt die Fachärztin. Am Ende des Tages müsse jede Frau aufgrund von Erfahrungswerten für sich selbst entscheiden, ob man derartige Produkte verwenden möchte oder nicht.

Bemerkt man eines oder mehrere der oben genannten Symptome, sollte man Shepherd zufolge einen Arzt aufsuchen und von der Verwendung absehen. Ohnehin reiche bei der Pflege des Intimbereichs das Waschen mit Wasser einmal pro Tag aus.