83,8 Prozent der US-Amerikanerinnen trimmen ihre Schamhaare.

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Warum weniger Schamhaare mehr Sex bedeuten

Warum weniger Schamhaare mehr Sex bedeuten

Eine US-Studie gewährt Einblicke in die weiblichen Haarentfernungsgewohnheiten im Intimbereich und rückt auch die Motive dafür in den Fokus.

07/08/2016, 06:00 AM

Mit dem Ziel aktuelle weibliche Praktiken der Haarentfernung in den USA abzubilden, hat sich ein sechsköpfiges Forscherteam der Befragung von insgesamt 3.316 Frauen gewidmet. Im Zuge der Untersuchung wurden nicht nur die praktischen Vorlieben der Studienteilnehmerinnen in Bezug auf die Gestaltung ihrer Schambehaarung, sondern auch die Motive dahinter erhoben.

Jung, weiß, gebildet

Eines der Basis-Resultate: 83,8 Prozent der US-Amerikanerinnen kultivieren ihre Schambehaarung regelmäßig. Lediglich 16,2 Prozent tun dies nicht. Mittels Fragebogen wurde ebenfalls erhoben, dass ab einem Alter von 45 die Bereitschaft sich untenrum zu trimmen signifikant abfällt. Die Altersgruppe der 14 bis 18-Jährigen ist demnach bei der Schamhaarentfernung am aktivsten. Beim Faktor Bildung zeigte sich, dass Frauen mit College-Abschluss oder Bachelor-Titel eher zur Haarentfernung tendieren. Und: Weiße Frauen trimmen sich signifikant häufiger, als Frauen anderer Herkunft. Kein Zusammenhang konnte hingegen zwischen Schamhaarentfernung Einkommen, Beziehungsstatus oder dem Wohnort festgestellt werden.

Hygiene geht vor

Im Bereich der Motiv-Forschung im Rahmen der Studie konnten ebenfalls spannende Erkenntnisse gewonnen werden. Der Hauptgrund (hier waren Mehrfachnennungen möglich) für die Haarentfernung im Schambereich ist die Hygiene. 59 Prozent der Befragten fühlen sich demnach nach einer entsprechenden Haarpflege im Intimbereich hygienischer. 45,5 Prozent bauen das Rasieren oder andere Praktiken automatisch in die tägliche Pflegeroutine ein. 31,5 Prozent der Befragten gab an das Trimmen durchzuführen, um ihre Genitalien attraktiver erscheinen zu lassen und 21,1 Prozent gehen mit der Haarentfernung auf die Wünsche und Präferenzen des Partners ein. Auf die Frage wann sie sich am häufigsten enthaaren, antworteten 55.6 Prozent mit "Vor dem Sex". 45,7 Prozent kultivieren sich am öftesten vor dem Urlaubsantritt und 40 Prozent legen vorm Besuch beim Arzt Hand an.

Weniger Haare bedeuten mehr Sex

Der Studie zufolge hat die die Haarentfernung im Intimbereich auch Auswirkungen auf das Sexualleben der Frauen. So hatten jene Befragten, die angaben ihre Schamhaare zu trimmen, im Vergleich zu Haarentfernungsgegnerinnen doppelt so viele Lebenspartner, wiesen signifikant mehr sexuelle Aktivität auf und hatten - sowohl aktiv als auch passiv - auch mehr Oralsex. Damit bekräftigt die Studie den Forschern zufolge Erkenntnisse früherer Untersuchungen, die ebenfalls einen Zusammenhang zwischen der Haarentfernung im Intimbereich und einem hohen Maß sexueller Befriedigung belegen konnten.

Forscher warnen vor "potenziellen Verletzungsrisiken"

Im Kontext der Beschreibung der Studienergebnisse gehen die Autoren auch auf die potenziellen Gefahren der Schamhaarentfernung ein. So würde "die Praktiken der Schamhaarentfernung einige potenzielle Verletzungsrisiken für Frauen mit sich bringen". Die Verletzungsgefahr sei dabei beim Rasieren am größten. Zudem hätten Studien ergeben, dass übergewichtige Frauen der Verletzungsgefahr am häufigsten ausgesetzt seien. Auch die gesundheitlichen Vorteile der Schamhaarentfernung, wie beispielsweise der Rückgang von Filzlausbefall in der Gesellschaft, werden von den Autoren unterstrichen.

Die Studie "Pubic Hair Grooming Prevalence and Motivation Among Women in the United States" wurde im Juni 2016 im Journal JAMA Dermatology veröffentlicht.

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