Wellness 09.10.2017

Künstlerin kreiert Puppen mit Vitiligo

So sieht die Vitiligo-Puppe aus. © Bild: Instagram/kaycustoms

Um aufzuzeigen, wie wenig divers die Spielzeugindustrie ist, hat die US-amerikanische Künstlerin Kay Black Puppen mit Vitiligo designt.

Weiß, schlank, makellos: Generische Puppen, wie beispielsweise Barbies, gibt es am Markt zu Hauf. Die US-Künstlerin Kay Black hat sich mit einer neuen Puppen-Edition eines ganz bestimmten Themas angenommen. Um Kindern, die an der Hauterkrankung Vitiligo leiden, Spielzeug zur Verfügung zu stellen, hat Black Püppchen erschaffen, die ebenfalls weiße, pigmentfreie Hautflecken aufweisen. Damit will sie Kindern ein Stück Normalität schenken.

Bei Vitiligo handelt es sich um eine Erkrankung der Haut, die rund zwei Prozent der Menschen weltweit betrifft. Charakteristisch für die nicht ansteckende Hauterkrankung sind weiße, pigmentfreie Hautflecken, die sich im Laufe des Lebens am Körper ausweiten können, aber nicht unbedingt müssen.

"Meine Motive hole ich mir von den Menschen, die ich jeden Tag auf der Straße sehe", sagte Black im Interview mit People. Neben den neuen Vitiligo-Puppen verkauft Black, die die Puppen nebenberuflich herstellt, auch Püppchen mit unterschiedlichen Hautfarben - und mit Sommersprossen, Brillen oder krausem Haar.

Die Evolution der Puppen

Puppen, die nicht gängigen Schönheitsidealen oder einer stereotypen Norm entsprechen, sind keine Seltenheit mehr. Heute kann sogar Barbie, die meistverkaufte Puppe der Welt, Kopftuch tragen, Kurven haben und Präsidentin sein. Der US-Konzern Mattel hatte 2016 mit der Produktion von "kurvigen" Barbies für Aufsehen gesorgt. Nach jahrzehntelanger Kritik an den unrealistischen Körpermaßen und dem generischen Aussehen der Barbiepuppe entschloss sich das Unternehmen Barbies in verschiedenen Körpervarianten und mit verschiedenen Gesichts- und Augenformen zu produzieren.

Anlässlich des Präsidentschaftswahlkampfes in den USA brachte der Spielzeughersteller auch zwei Präsidentinnen-Puppen auf den Markt, um sich für mehr Frauen in Führungspositionen und den Abbau von Erfolgshindernissen stark zu machen.

( kurier.at , pama ) Erstellt am 09.10.2017