Wellness
30.03.2017

Ist Reis eigentlich gesund?

Reis gilt als eine der beliebtesten Getreidesorten. Doch ist das Grundnahrungsmittel eigentlich gesund?

Kommt auf den Reis an, meint Lisa Drayer, Journalistin und Ernährungswissenschafterin, in einem Artikel auf CNN.com.

Braun vs. weiß

Weißer, geschälter Reis ist nährstoffärmer als brauner Naturreis. Im Silberhäutchen des ungeschälten Reiskorns sind vor allem Eisen und B-Vitamine enthalten. Damit weißer Reis entsteht, wird beim Schleifen in der Reismühle das Silberhäutchen – und damit ein großer Teil der Nährstoffe – entfernt.

Brauner Reis bezeichnet die Vollkornvariante des Getreides, die lediglich von der ungenießbaren Schale befreit wurde. So bleiben Nährstoffe, Antioxidantien und Ballaststoffe erhalten. Während 100 Gramm gekochter brauner Reis um die 3,5 Gramm Ballaststoffe enthalten, weist dieselbe Menge weißer Reis nur etwa 1,4 Gramm auf.

Großangelegte Forschungen der Harvard Medical School haben ergeben, dass der Verzehr von braunem Reis im Vergleich zum geschälten Getreide das Typ-2-Diabetes-Risiko um elf Prozent senken kann. Brauner Reis wird von den Magenenzymen langsamer gespalten als weißer Reis. Dadurch wird die Stärke nicht so schnell in Zucker umgewandelt. Der Blutzuckerspiegel wird also deutlich weniger und langsamer in die Höhe getrieben als bei weißem Reis. Angenehmer Nebeneffekt: Man bleibt länger satt.

Andere Studien belegen zudem, dass Vollkornreis Bluthochdruck und der Arterienverkalkung (Atherosklerose) vorbeugen kann.

Und Wasserreis? Der ist botanisch gesehen eigentlich eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Süßgräser und vor allem in Nordamerika und Ostasien verbreitet. Wasserreis liefert etwas mehr Eiweiß als Naturreis. Studien haben gezeigt, dass der Verzehr positive Effekte auf den Cholesterinspiegel haben und damit das Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann.