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Wissenschaftsreport
02/17/2017

Arsen und Quecksilber durch glutenfreie Ernährung?

Glutenfreie Lebensmittel werden immer beliebter. Damit nimmt man möglicherweise erhöhte Mengen an Arsen und Quecksilber zu sich.

Eine Studie, die im Fachblatt Epidemiology veröffentlicht wurde, gibt zu denken. Im Zuge der Forschungen wurde festgestellt, dass Menschen, die sich glutenfrei ernähren, erhöhte Werte an Arsen und Quecksilber im Urin und Blut hatten. "Die Ergebnisse liefern einen Hinweis, dass glutenfreie Diät unbeabsichtigte Nebenwirkungen hat", sagt die Statistikerin Maria Argos von der University of Illinois at Chicago.

Untersucht wurden 73 Patienten mit glutenfreier Ernährung, deren Urin- und Blutproben mit jenen von mehr als 7.000 anderen Probanden verglichen wurden. Es zeigte sich: Die Arsenwerte im Urin waren bei den Probanden, die auf Gluten verzichteten, fast doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe. Die Quecksilberwerte im Blut waren im direkten Vergleich um bis zu 70 Prozent erhöht.

Reismehl als Quelle

Die Wissenschafter gehen in ihrem Bericht davon aus, dass die toxischen Stoffe durch Reismehl in den Organismus der Menschen gelangen. Reismehl wird oft als Ersatz für Weizen verwendet. Bis Studien den Zusammenhang zwischen glutenfreier Ernährung, erhöhten Arsen- und Quecksilberwerten und möglichen Gesundheitsrisiken belegen, könne man jedoch keine konkreten Aussagen über die Ernährungsform treffen, so Maria Argos.

Hohe Arsenkonzentrationen konnten in Europa in der Vergangenheit vor allem in Reisprodukten wie Reiswaffeln festgestellt werden. Das Thema Quecksilber wird vor allem im Zusammenhang mit Fischkonsum diskutiert. Beiden Stoffen werden krebserregende Eigenschaften attestiert.

Glutenfreies in der Kritik

Glutenfreie Produkte sind in den USA, aber auch hierzulande, in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Nahrungsmittel ohne Gluten sind für Menschen gedacht, die an Zöliakie leiden. Dabei handelt es sich um eine Glutenunverträglichkeit, die sowohl Merkmale einer Allergie als auch einer Autoimmunerkrankung aufweist und mit Durchfällen, Erbrechen und Gewichtsverlust einhergeht. Obwohl glutenfreies Brot, Mehlspeisen und Snacks in Österreich reißenden Absatz finden, ist tatsächlich nur ein Prozent der Bevölkerung von Zöliakie betroffen. Experten sehen die breite Vermarktung der meist teuren Produkte daher kritisch (mehr dazu hier).

Ob glutenfreie Lebensmittel überhaupt gesund sind, ist wissenschaftlich außerdem nicht belegt.

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