Wellness
01.09.2017

Direktorin findet Mädchen in Leggings ab Größe 34 "fett"

Heather Taylor hat ihren Schülern in einer Ansprache mitgeteilt, dass man mit einer größeren Kleidergröße in Leggings fett aussieht. Eltern und Schüler werfen der Direktorin Body-Shaming vor.

In den USA hat Heather Taylor, Schuldirektorin der Stratford High School in Südkalifornien, mit einer Aussage zum Thema Kleiderordnung für Aufsehen gesorgt. In einer Ansprache an ihre Schüler sagte sie, dass nur Mädchen mit Kleidergröße 32 oder maximal 34 Leggings tragen sollten, denn mit einer größeren Kleidergröße würde man in Leggings fett aussehen, auch wenn man gar nicht fett ist. Die Rede der Direktorin wurde von Schülern aufgenommen und vom lokalen Fernsehsender WCBD veröffentlicht. Auf dieser Aufnahme sagt sie im genauen Wortlaut: "Ich habe euch das bereits zuvor gesagt und ich sage es euch jetzt. Solange du nicht eine Größe 32 oder 34 trägst und so etwas anziehst, siehst du - auch wenn du nicht fett bist - fett aus."

Im Interview mit dem Fernsehsender sagte eine Schülerin: "Es hat ich wirklich verletzt. Ich fühle mich, als würde meine Figur auf andere Leute in meinen Kleidern eklig wirken." Die Aussage der Direktorin verbreitete sich rasant im Internet, Eltern und Schüler warfen ihr Body-Shaming vor. Dieser Begriff bezeichnet die herablassende und beschämende Beurteilung eines Körpers.

Strikte Kleidervorschriften

In einem Bericht der Huffington Post heißt es, dass an der Schule generell das Tragen von Leggings, Strumpfhosen oder Yoga-Hosen als richtige Hosen untersagt ist. Die Schüler sind dazu verpflichtet, ein Kleidungsstück über der Leggings zu tragen, das zumindest bis zur Mitte des Oberschenkels reicht.

Laut ABC News 4 hat sich Taylor mittlerweile bei ihren Schülern entschuldigt. In einem Statement der Direktorin heißt es: "Gestern und heute habe ich mich mit jeder Klasse der Stratford High School getroffen. Ich habe ihnen von Herzen migeteiltt, dass es nicht meine Absicht war, jemanden in irgendeiner Weise zu verletzen oder zu beleidigen. Ich versicherte ihnen, dass ich ihr größter Fan sei und in ihren Erfolg investiert habe. Nachdem ich mit den Schülern gesprochen und ihre Unterstützung bekommen habe, bin ich mir sicher, dass wir bereit sind, weiterzumachen und ein wundervolles Jahr zu haben."