Schlechter Schlaf tut dem Menschen gar nicht gut.

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Clean Sleeping: Die "neue" Art des Schlafens
12/22/2016

Clean Sleeping: Die "neue" Art des Schlafens

Clean Eating war gestern, jetzt kommt Clean Sleeping.

Während beim Clean Eating versucht wird, so natürlich wie möglich zu essen, schläft man beim Clean Sleeping in einer möglichst natürlichen Umgebung. Prominente Verfechterin des neuen Lifestyle-Trends: keine geringere als Gwyneth Paltrow.

Clean Sleeping: Was ist das?

In ihrem Buch "Goop Clean Beauty", benannt nach ihrem Blog goop.com, beschreibt die Schauspielerin und selbsternannte Gesundheitsbotschafterin folgendes Phänomen: "Sie mögen zwar meinen, dass es etwas mit einer Midlife-Crisis zu tun hat, wenn Sie sich leicht reizbar, ängstlich oder depressiv fühlen, wenn sie leicht frustriert oder vergesslich sind oder schlechter mit Stress zurecht kommen als früher. Aber es könnte sein, dass dies damit zu tun hat, dass sie nicht gut genug schlafen." Dann kommt der Begriff Clean Sleeping ins Spiel: "Der Lebensstil, den ich pflege, basiert nicht nur auf Clean Eating, sondern auch auf Clean Sleeping. Das heißt, mindestens sieben bis acht Stunden guter, gesunder Schlaf pro Nacht - optimalerweise sogar zehn."

Der Gesundheit zuliebe

Weil Schlaf erwiesenermaßen einen Effekt auf den Hormonhaushalt habe, sollten Frauen den nächtlichen Ruhephasen große Bedeutung beimessen. Schlaf sollte "oberste Priorität" haben, noch vor anderen Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit. Schlechter Schlaf könne Paltrow zufolge auch den Stoffwechsel durcheinander bringen, was wiederum zu Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Erinnerungslücken und allgemeiner Trägheit und Konzentrationsschwäche führen kann. Ganz zu schweigen von ernstzunehmenden Gesundheitsproblemen wie Entzündungen oder einem geschwächten Immunsystem - letzteres erhöht auch das Risiko an einer Infektion zu erkranken - und dem Effekt auf die Schönheit.

Experten warnen vor Schlafmangel

Dass guter Schlaf wichtig für die Gesundheit ist, darüber sind sich Experten einig. Während Schlafmangel den Körper stresst und das Immunsystem schwächt sowie den Hormonhaushalt, die Leistungsfähigkeit und die Psyche angreift, hat guter, ausreichender Schlaf viele positive Effekte. Er regeneriert, fördert die Konzentration am kommenden Tag, beugt Alzheimer und Parkinson vor und wirkt sich positiv aufs Sexleben aus. Wer zu wenig schläft, läuft, wie Paltrow richtig schildert, auch Gefahr Gedächtnisstörungen und Infektionen zu riskieren – oder Gewicht zuzulegen.

Was guten Schlaf ausmacht

Erholsamer Schlaf hängt unterdessen ganz generell von vielen Faktoren ab. Das Schlafzimmer sollte immer einen Ort der Ruhe, Entspannung und des Wohlfühlens darstellen. Auch das Bett, die dazugehörige Matratze, das Kissen und die Bettdecke sind wesentlich. "Hier gilt, dass sich die Person wohlfühlen soll und der optimale Liegekomfort individuell ist", so Dr. Doris Moser, Klinische und Gesundheitspsychologin an der Universitätsklinik für Neurologie am AKH Wien.

Bei Rückenproblemen rät sie von einer allzu harten Matratze ab. Die Raumtemperatur sollte im Schlafzimmer kühler als in den übrigen Wohnräumen sein. Auch Lärm und Dunkelheit spielen eine Rolle. Nachts sollte es möglichst dunkel sein. Während konstante Geräusche wenig stören, sollten spontan auftretende, laute Geräuschquellen ausgeschaltet werden. Schließlich empfiehlt es sich Computer, Fernseher und Mobilfunkgeräte gänzlich aus dem Schlafzimmer zu entfernen.