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07.11.2017

Warum im Herbst viele unter Haarausfall leiden

Laut einer neuen Studie ist Haarausfall im Sommer und Herbst nicht ungewöhnlich. Schuld sei laut Wissenschaftlern die Temperatur.

Wenn sich beim Bürsten der Haare ein vermehrter Verlust zeigt, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Neben Hormonstörungen (mehr dazu hier) können sich auch Stress, eine falsche Ernährung und die Einnahme von Medikamenten negativ auf die Kopfhaut auswirken.

Sommer und Herbst sorgen für mehr Haarausfall

Eine neue Studie, die im British Journal of Dermatology veröffentlicht wurde, gibt einen weiteren Anhaltspunkt. Laut den an der Untersuchung beteiligten Wissenschaftlern von der John Hopkins School of Medicine und der Washington School of Medicine ist ein vermehrter Haarausfall während der Sommer- und Herbstzeit nicht ungewöhnlich.

Die Experten sahen sich die globalen Google-Suchanfragen an, um nach einem potenziellen Zusammenhang zwischen Jahreszeit und Haarausfall zu suchen. Der Grund: Patienten hatten sich in bestimmten Monaten vermehrt über den Verlust ihrer Haarpracht beklagt. Konkret wurde das Suchvolumen des Begriffs "Haarausfall" im Zeitraum zwischen Jänner 2004 und Oktober 2016 analysiert.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Jahreszeit zum Zeitpunkt, an dem in jedem Land nach dem Stichwort gesucht wurde, fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Suchanfragen im Sommer und im Herbst deutlich höher waren als im Frühling und Winter. "Ebenfalls interessant ist, dass saisonale Unterschiede bei Haarverlust sich auch bei Tieren zeigen und in Studien mit Affen, Katzen und Hunden verzeichnet wurden", so Shwan Kwatra, einer der Studienautoren, gegenüber Medical News Today.

Laut dem Experten können diese Ergebnisse für manche eine große Erleichterung bedeuten. "Personen, die von leichtem Haarverlust während der Sommer- und Herbst-Monate berichten, können beruhigt sein, da dies eine relativ normale Sache ist", sagte Kwatra. In der Studie wurde angemerkt, dass Temperaturen bei diesen Ergebnissen eine Rolle spielen, jedoch wurden andere Faktoren wie UV-Strahlung nicht näher beleuchtet.