Style
21.07.2017

Warum Hermès die stärkste Luxusmarke ist

Beim französischen Luxusmodehaus sieht man optimistisch in die Zukunft.

Luxus-Handtaschen von Hermès sind weltweit gefragt wie lange nicht. Vor allem die wieder anschwellende Nachfrage in China sorgt beim Vorstand des französischen Familienunternehmens für Zuversicht. "Jeder ist ziemlich optimistisch für die Zukunft", sagte Firmenchef Axel Dumas am Freitag in Paris. In der Volksrepublik seien die Erlöse im zweiten Quartal im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. In Europa profitiere Hermès zudem vom wieder anziehenden Tourismus, vor allem in Italien und London, wo das schwache Pfund für Kauffreude sorge.

Rekordgewinne

So stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 11 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro; in Asien (ohne Japan) um 14 Prozent, in Amerika um 9 und in Europa um 7 Prozent. Bei der operativen Umsatzrendite rechnet Dumas damit, an den Rekordwert des Vorjahres von 33,9 Prozent anknüpfen zu können. Der vollständige Bericht soll Mitte September veröffentlicht werden.

Hermès bleibe die stärkste Marke im Luxussektor - zeitlos, modern, wachsend und hoch profitabel, kommentierten RBC-Analysten. 2016 hatte das französische Modehaus einen Rekordgewinn von 1,1 Mrd. Euro verbucht. In den 70er Jahren kreierte Hermès für die Schauspielerin Jane Birkin eine Handtasche, die sogenannte Birkin-Bag. Sie wird nur in geringen Stückzahlen verkauft und kostet mehrere tausend Euro, je nach Ausführung auch mehr als 20.000 Euro. Sie gelten inzwischen als Wertanlagen. Zuletzt wurde bei Christie's eine Tasche für mehr als 300.000 Euro versteigert.

Die Luxusgüterbranche, zu der neben Hermès auch LVMH und Kering gehören, sieht sich seit einiger Zeit wieder im Aufwind. Zuvor hatte der Antikorruptionskampf in China dort für Kaufzurückhaltung gesorgt. Zudem machten kauffreudige Touristen aus Angst vor Terroranschlägen einen Bogen um die Metropolen in Europa.