Style
03.04.2017

Italiens Luxuslabels wollen noch erfolgreicher sein

Valentino und Co. sehen den Börsengang als Weg, um eine internationale Dimension zu erlangen.

Eine Reihe prestigereicher Namen der italienischen Modeindustrie denken an einen Börsengang, um ihre internationale Expansion zu finanzieren. Von Valentino über Versace bis zu Roberto Cavalli und Furla: Die Liste der Modeunternehmen, die noch in diesem Jahr den Börsengang wagen könnten, wird länger, analysierten italienische Medien.

Mehr Geld für Internationalisierung

Auf der Spur erfolgreicher Börsengänge wie jene Brunello Cucinelli, Moncler, Ferragamo oder Yoox, steuert das italienische Modeunternehmen Furla, führendes Unternehmen für Handtaschen, Gürtel und Halstücher, dem Börsengang in Mailand zu, berichtete die Tageszeitung La Repubblica am Montag. Der Familienkonzern aus Bologna, der seit Jahren auch in Wien etabliert ist, hat die Mailänder Investmentbank Tamburi mit dem IPO beauftragt. Das Unternehmen will Indiskretionen zufolge einen Anteil zwischen 25 und 35 Prozent an die Börse bringen. Einen genauen Termin für den Börsenstart gibt es noch nicht.

Laut dem Forschungsinstitut Pambianco sind mehrere bekannte Modeunternehmen für den Börsengang reif. Zu ihnen zählen das römische Modehaus Valentino, das seit 2012 der Gesellschaft "Mayhoola for Investments" aus Katar gehört, der Herrenmode-Produzent Corneliani, sowie der Schuhersteller Sergio Rossi. Für viele in der Modebranche aktive Familienunternehmen sei der Börsengang der Weg, um eine internationale Dimension zu erlangen.

Auch die Versace-Gruppe denkt an den Börsengang. Der im vergangenen Juni zu Versace gewechselte CEO Jonathan Akeroyd zwölf Jahre lang Chef bei Alexander McQueen, hat frischen Wind ins Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 645 Mio. Euro gebracht. Mit dem neuen CEO an der Spitze bemüht sich Versace, die Globalisierung des Brands zu forcieren und im hart umkämpften E-Commerce-Bereich zu punkten. 50 Mio. Euro wurden zuletzt in neue Shops investiert. Der Börsengang könnte der Internationalisierung des Konzerns einen weiteren Antrieb geben.

Auch Roberto Cavalli könnte laut Medienangaben vor dem Börsengang stehen. Das Modehaus wurde 2015 von der italienischen Private-Equity-Gesellschaft Clessidra erworben. Ein Zehn-Prozent-Anteil bleibt im Besitz von Gründer Roberto Cavalli.