Style
04.10.2017

Schwer enttäuscht: Model rechnet mit Luxuslabel ab

Nachdem Louise Parker eine lange Reise auf sich genommen hatte und sich die Haare abschneiden ließ, wurde ihr Job abgesagt.

"Es fühlt sich großartig an, eine 12-stündige Reise für einen Kunden zu machen, nach stundenlangem Warten ein Fitting zu machen, einem Haarschnitt für die Show zuzustimmen, nur um am nächsten Tag eine Absage zu bekommen", schrieb Louise Parker vor wenigen Tagen auf ihrem Instagram-Account und postete dazu ein Selfie mit gestrecktem Mittelfinger. Dieser galt dem französischen Modehaus Balenciaga, das sich in letzter Minute gegen ihre Teilnahme an der Modenschau während der Paris Fashion Week entschied.

Körper und Image als Währung

"Jetzt, wo ihr endlich ein Augenmerk auf 'Modelrechte" legt (ich habe auch die ärztliche Bescheinigung über meinen gesunden BMI), würde ich mich vielleicht besser fühlen, wenn ich mich mit eurem Therapeuten treffe, der 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht. Danke für den Haarschnitt", schrieb die Laufstegschönheit weiter.

Sie habe die Schnauze voll, so behandelt zu werden, sagte Parker in einem anschließenden Interview mit The Cut. "Wenn man nicht in dieser Branche arbeitet, ist es vielleicht schwer, es zu verstehen. Aber stellen Sie sich das in einem Kontext vor, in dem man keine Kontrolle über sein Arbeitsleben hat und der Körper und das Image deine Währung sind." Man müsse sich ständig großen Kunden beugen und fühle sich wie ein Wegwerfprodukt. Das offene Statement in den sozialen Medien habe ihr geholfen, etwas von der Kontrolle, die sie verloren hatte, zurückzugewinnen.

Dieses Model war zu "aufgebläht" für den Laufsteg

Mittlerweile hat auch Balenciaga ein Statement gegenüber The Cut abgegeben: " Balenciaga tut es aufrichtig leid, dass Louise Parker so enttäuscht über die Absage für die Frühjahr/Sommer 2018-Show gewesen ist." Es habe ein Missverständnis gegeben. Denn die Tatsache, dass sie zu einem sogenannten Go & See eingeladen wurde, bei dem sich das Model beim Unternehmen vorstellt, würde noch keine fixe Zusage bedeuten. Parkers Agentur versucht nun, zumindest die Reisekosten nach Frankreich erstattet zu bekommen.