Style
03.10.2017

Neues Gesetz im Kampf gegen retuschierte Fotos

Seit 1. Oktober müssen nachbearbeitete Fotos in Frankreich klar als solche erkennbar sein.

Hat das Model wirklich eine so schlanke Taille oder wurde im Nachhinein mittels Photoshop nachgeholfen? Diese Frage soll sich in Frankreich künftig nicht mehr stellen. Denn ein neues Gesetz, welches am 1. Oktober in Kraft trat, will manipulierten Fotos den Kampf ansagen. Diese müssen ab sofort als solche gekennzeichnet sein. Wer dies nicht tut, riskiert eine Strafe in Höhe von 37.500 Euro. Konkret geht es um jene Aufnahmen, bei denen Körper des Models verschmälert und verbreitert wurde. Pickel dürfen weiterhin weggeschummelt und Zähne weißer gefärbt werden.

Die neue Vorschrift ist Teil einer größeren Gesetzesinitiative, die unter anderem Models schützen soll. Auch um ein realistischeres Frauenbild ist man in Frankreich bemüht. Jene, die in der Modebranche arbeiten wollen, müssen mittels ärtzlichem Attest nachweisen, dass sie einen gesunden BMI (Body Mass Index) haben.

Laut der ehemaligen französischen Gesundheitsministerin Marisol Touraine sei es notwendig, die Bewerbung von nicht erreichbaren Schönheitsidealen zu stoppen, wie diese im Interview mit Le Parisien sagt. Die Vorbeugung von Magersucht sei sehr wichtig. Im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern hat Frankreich den durchschnittlich niedrigsten BMI.