Style
19.02.2018

Der Einzug des Regenbogens in die Modewelt

Christopher Bailey widmete seine letzte Kollektion für das Modehaus Burberry der LGBTQ-Community. Klassiker vom Trenchcoat bis hin zum neuen It-Piece, wie die Puffjacke, haben einen bunten Anstrich bekommen.

Christopher Bailey, dessen Kreativität, Strategien und Konzepte maßgeblich zum neuen, aufpolierten Image des britischen Traditionshauses beigetragen haben, hat abermals mit gerissener Raffinesse alle Blicke auf sich gelenkt.

Egal ob Schal, Cape, Bluse oder der Klassiker, der Trenchcoat. All diese Kleidungsstücke haben etwas gemeinsam - das klassische Karomuster, welches durch seine jahrzehntelange Konstanz bereits ikonische Symbolik erlangt hat. Christopher Bailey hat nach 17-jähriger Laufbahn bei Burberry am zweiten Tag der Londoner Fashion Week seine finale Show präsentiert und diesen Klassikern ein „Make-Over“ verpasst.

Zahlreiche Kreationen wurden mit den signalisierenden Farben des Regenbogens versehen. Der Regenbogen gilt als Symbol für Homosexualität aber auch für Inklusivität und Freude. Mit diesem Schachzug hat es der Designer geschafft Modetrend, Diversität und sexuelle Orientierung zu vereinen - drei Themen die aktueller nicht sein könnten. Vor allem der Drang zu mehr Diversität und der offenen Darlegung der eigenen sexuellen Orientierung erlangt immer öfter mediale Aufmerksamkeit. Der Chefdesigner beweist damit abermals, dass Mode als Ausdrucksmedium unserer Zeit bezeichnet werden kann.

Karomuster in neuem Licht

Der Designer zeigt auch auf, dass Klassiker da sind um neu interpretiert zu werden. So zum Beispiel der Trenchcoat. Das klassische Karomuster leuchtet immer noch in der gleichen Farbkombination der Marke auf, doch der Designer setzt auf neue Kombinationen, die die Marke in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Klassische Linien werden durch unerwartete Kombinationen gebrochen, beispielsweise ein Maxirock mit Regenbogenapplikation in Kombination mit einem Oversize-Teddysweater.

Das Unternehmen hat bereits vor der Show dank Social-Media-Plattformen auf sein Projekt aufmerksam gemacht. Ein Stück karierter Stoff mit dem Statement „Heute enthüllen wir #TheRainbowCheck“ und geben bekannt, dass Burberry drei LGBTQ-Organisationen (Anm.: der Redaktion: Lesben- und Schwulen-Organisationen) unterstützt“ wurde auf der offiziellen Instagram-Seite des Modeimperiums veröffentlicht. Neben dem offiziellen Account hat auch Christopher Bailey ein persönliches Statement zu seiner Regenbogen-Kollektion abgeben: „Meine letzte Kollektion für Burberry ist einigen der besten Organisationen gewidmet, die sich für LGBTQ und Jugendliche auf der ganzen Welt stark machen, und soll diese unterstützen. Es gab nie eine wichtigere Zeit, um zu sagen, dass in unserer Diversität unsere Stärke und Kreativität liegt.“

Seine letzte glorreiche Kollektion für Burberry ist bereits online und in den Boutiquen erhältlich.