"Andrew verkaufte seine Töchter": Verstörende Nachricht von Freund an Epstein
Ein Freund des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein machte auf dem Höhepunkt von dessen Freundschaft mit Ex-Prinz Andrew und Sarah Ferguson einen zutiefst verstörenden Witz über Prinzessin Beatrice und ihre Schwester Eugenie, wie aus den Epstein-Akten hervorgeht.
Wie unter anderem die Daily Mail berichtet, findet sich in vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenren eine E-Mail, in sich der ein Freund des Financiers ihm gegenüber geschmacklos in Zusammenhang mit dem ehemaligen Herzog und der ehemaligen Herzogin von York und deren Töchtern äußert.
Epstein-Freund amüsierte sich auf Beatrices und Eugenies Kosten
Am 25. März 2011 wurde an Epstein unter dem Betreff "Artikel" eine E-Mail geschickt. Darin teilte der anonyme Freund des Financiers eine Zeitungsschlagzeile mit dem Titel: "Andrew verkaufte Töchter, um Fergies Schulden zu begleichen."
"Als ich das las … Andrew verkaufte seine Töchter, um Fergies Schulden zu begleichen … hat es mich völlig überrascht. Ich habe so laut gelacht, dass ich mich verschluckt habe und mir Rotz aus der Nase kam! Der beste Witz bisher!!!", zitiert Sky News aus dem Dokument, das vermuten lässt, dass Scherze auf Kosten der York-Familie gängig waren.
Es sei unklar, ob die Schlagzeile vom März 2011 auf einem echten Medienbericht beruhte oder satirisch gemeint war, heißt es in der Daily Mail über das Dokument.
Berichten und enthüllten Dokumenten zufolge hat Jeffrey Epstein Sarah Ferguson jahrelang finanziell unterstützt. So geht etwa aus E-Mails hervor, dass "Fergie" Epstein um Rat bat, um ihre finanziellen Probleme zu bewältigen – und das zu einer Zeit, als dieser bereits eine Haftstrafe wegen Anstiftung zur Prostitution Minderjähriger absaß.
Fergie von Epstein finanziell unterstützt
Im Jahr 2009 befand sich Ferguson demnach in einer finanziell schwierigen Lage. Nach ihrer Scheidung von Andrew Mountbatten-Windsor und dem Ende eines lukrativen Werbedeals mit Weight Watchers hatte sie angeblich Schulden in Höhe von sechs Millionen Pfund angehäuft. Laut den veröffentlichten E-Mails bezeichnete Ferguson ihre Situation als "zutiefst demütigend" und sie sei "vor Erschöpfung kurz vor dem Zusammenbruch". Zudem gestand sie: "Der Tod ist einfacher als das hier."
Epstein, der kurz vor dem Ende seiner Haftstrafe stand, schien sich intensiv mit Fergusons finanzieller Situation zu befassen. In E-Mails mit dem Londoner Geschäftsmann David Stern, der ebenfalls enge Verbindungen zur königlichen Familie hatte, wird Ferguson häufig als "F" bezeichnet (dazu mehr hier).
Ferguson hingegen bedankte sich in einer E-Mail bei ihrem Freund Epstein dafür, dass er ihr "Stütze" in dieser schwierigen Zeit sei. Zudem bezeichnete sie ihn auch als "Legende" und "den Bruder, den ich mir immer gewünscht habe". Ihre Verbindung zu dem Financier, der unter anderem wiederholt Unterkünfte für sie in den USA organisierte, bezeichnete die ehemalige Herzogin von York später als "gigantischen Fehler".
Wie viel Prinzessin Beatrice und Eugenie tatsächlich über die Geschäfte ihrer Eltern mit Epstein wussten, ist unbekannt. Der Sexualstraftäter soll die York-Prinzessinnen aber persönlich kennengelernt haben. Aus einer E-Mail von Ferguson an Jeffrey Epstein geht hervor, dass sie ihre Töchter einmal zu einem gemeinsamen Essen mitgebracht hat.
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