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01/10/2021

Prinzessin Dianas Exfreund Hasnat Khan bricht sein Schweigen

Der pakistanische Herzchirurg war zwei Jahre lang mit Lady Di liiert.

Mit einem einzigen Interview hat Prinzessin Diana vor √ľber 25 Jahren die britische Monarchie in ihren Grundfesten ersch√ľttert. Mehr als 200 Millionen Menschen verfolgten weltweit am Fernseher, wie die volksnahe Diana √ľber die emotionale K√§lte am Hofe und die Untreue ihres Mannes Prinz Charles plauderte.

Dianas Bruder, Charles Spencer, wirft dem verantwortlichen Journalisten Martin Bashir allerdings bis heute vor, sich das Interview damals mit unlauteren Methoden - etwa gef√§lschten Kontoausz√ľgen - verschafft zu haben. Diese sollten demnach den Eindruck erwecken, Menschen w√§ren daf√ľr bezahlt worden, Informationen √ľber Diana preiszugeben. Man nehme die Vorw√ľrfe "sehr ernst", sagte k√ľrzlich BBC-Chef Tim Davie. Der Sender wolle eine unabh√§ngige Untersuchung einleiten, hie√ü es im Herbst.

"Nach Bashir wurde sie paranoid"

Nun √§u√üert sich auch der pakistanische Herzchirurg Hasnat Khan, der zwei Jahre lang mit Prinzessin Diana liiert war, zum Fall. Auch er erhebt schwere Vorw√ľrfe gegen den BBC-Journalisten Bashir. "Eine ihrer attraktivtsen Eigenschaften war ihre Verwundbarkeit. Es war das, was sie in der √Ėffentlichkeit beliebt machte. Sp√§ter wurde mir klar, dass Martin diese Schwachstellen aufgegriffen und ausgenutzt hat", sagt der 62-j√§hrige Khan jetzt der britischen Zeitung Daily Mail.

Nachdem sie mit Bashir gesprochen hatte, habe Diana begonnen zu glauben, dass Prinz Charles eine Affäre mit dem Kindermädchen ihrer Söhne hatte, so Khan weiter. Er habe sie mit seinem Gerede von Wanzen und dass ihr Telefon abgehört werden könnte, paranoid gemacht.

Nachdem er Bashir mit Diana in einem Pub getroffen hatte, habe er sie gewarnt, sie solle "vorsichtig" sein. "Fast von Anfang an stellte er mir die direktesten pers√∂nlichen Fragen zu Diana und zu unserer Beziehung (...). Er hatte etwas an sich, das ich nicht mochte. Ich sagte ihr, sie solle  aufpassen", so Khan gegen√ľber Daily Mail weiter. Das Treffen mit dem Journalisten habe ihn pers√∂nlich beleidig zur√ľckgelassen. "Nat√ľrlich bin ich nicht naiv. Ich wusste, dass es einen Teil von Diana gab, der ein Interview geben wollte, aber ich frage mich, ob sie es jemals getan h√§tte, wenn Bashir sie nicht √ľberreden h√§tte."

Diana hatte dem Herzchirurgen einst den Spitznamen "Mister Wonderful" gegeben und Khan zufolge sogar davon gesprochen, nach Pakistan zu ziehen und ihn heimlich zu heiraten. Dianas enge Freundin Rose Monckton sagte, die Prinzessin sei am Boden zerstört gewesen, als Khan sich schließlich von ihr trennte: "Sie hat ihn so sehr geliebt", sagte sie im Dezember 2007 vor Gericht aus. Dianas Stiefmutter Raine Spencer spekulierte ihrerseits damals, die Prinzessin habe sich möglicherweise noch von der Trennung von Khan erholt, als sie mit Dodi Fayed zusammenkam. Diana starb am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris.

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