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03/15/2021

Prinz Philip vom Krankenhaus ins Kittchen? TV-Moderatorin passiert Live-Fauxpas

Der 99-jährige Gemahl der britischen Königin wird seit rund einem Monat stationär behandelt.

Der Prinzgemahl von Queen Elizabeth II. (94) wird bereits seit rund einem Monat stationär behandelt - sein längster Krankenhausaufenthalt bisher.

Die australische Fernsehmoderatorin Allison Langdon verortete Prinz Philip live auf Sendung aber an einem wahrlich unrühmlichen Ort. Ein Fauxpas, der ihr selbst umgehend bewusst wurde. "Die Queen hat in letzter Zeit viele Stürme überstanden. Die Sache mit Prinz Andrew und natürlich, dass ihr Mann im Gefängnis ist", begann sie ihren Aufsager - ehe sie klarstelle: "Nein, Krankenhaus! Lass uns beim Krankenhaus bleiben", so Langdon, die versuchte, sich nach ihrem Versprecher - ohne Erfolg - das Lachen zu verkneifen. Ihr Co-Moderator Karl Stefanovic antwortete scherzhaft: "Eilmeldung. Vom Krankenhaus ins Kittchen. Ein harter Tag für ihn."

Und wahrlich, es liegt keine einfache Zeit hinter der Königin. Enkel Harry und seine Frau Meghan hatten im Interview mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey schwere Vorwürfe gegen die Königsfamilie erhoben, ihr mangelnde Unterstützung vorgeworfen und sie rassistischer Gedankenspiele bezichtigt. Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es Bedenken gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird", erzählte Meghan.

Wie es Philip aktuell geht, ist unklar. Zuletzt hatte die Frau seines Sohnes Prinz Charles, Herzogin Camilla, angedeutet, dass er sich langsam auf dem Weg der Besserung befindet. Philips Erkrankung soll nicht im Zusammenhang mit Corona stehen. Er und die Queen haben beide bereits eine Impfung erhalten.

Autounfall

Der Prinz machte noch mit 97 Jahren kräftig Schlagzeilen. Der Royal fuhr damals in ein anderes Auto, kletterte ohne Blessuren aus seinem Land Rover, entschuldigte sich aber erst nach massiver öffentlicher Kritik bei zwei verletzten Frauen im anderen Fahrzeug. Kurze Zeit später fuhr er wieder - dieses Mal ohne Sicherheitsgurt. Nach einer heftigen Debatte über Senioren am Steuer gab er schließlich seinen Führerschein ab.

Große Liebe

Kein britischer Monarch war so lange verheiratet wie die Queen mit ihrem Herzog von Edinburgh. Schon mit 13 Jahren verliebte sich Elizabeth in den Kadetten Philip, der als Prinz von Griechenland und Dänemark auf der Insel Korfu auf die Welt kam. Seine Kindheit und Jugend waren unglücklich. Die Familie musste ins Exil nach Frankreich fliehen, der Vater kümmerte sich kaum um ihn, die Mutter wurde psychisch krank und Philip bei Verwandten herumgereicht.

Eliteschüler

Philip hat deutsche Wurzeln. Er ist ein Spross des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und besuchte auch die Eliteschule Salem am Bodensee. 1947 läuteten die Hochzeitsglocken in der Londoner Westminster Abbey. Von seiner Karriere bei der Marine musste er sich verabschieden. Sein neuer Beruf: Prinzgemahl. Nicht einfach für jemanden, der selbstbewusst und abenteuerlustig ist.

Seltene Auftritte

Doch er nahm die neuen Aufgaben ernst und erwies sich als besonders fleißiger Royal. Seit der Thronbesteigung der Queen 1952 nahm Philip mehr als 22.000 offizielle Termine wahr. Vor vier Jahren war dann weitgehend Schluss damit: Er kündigte seinen Rückzug an. "Pensionist" Philip ist seitdem nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen, etwa bei der Hochzeit seines Enkels Prinz Harry mit der ehemaligen Schauspielerin Meghan. Zu offiziellen Terminen erscheint er nur noch, wenn er Lust dazu hat. Das scheint nicht mehr oft der Fall zu sein.

Rüstig auf dem Thron

Die 94-jährige Queen dagegen denkt offenbar noch nicht einmal ans Aufhören: Tapfer erfüllt sie ihre Verpflichtungen, lauscht hier, lächelt dort und manche meinen sogar, sie wirke jünger als früher.

Sportfan

Für einen fast 100-Jährigen war der Prinzgemahl lange erstaunlich fit. Sportlich war Philip schon immer. Polo, Segeln und Pferdekutschenrennen sind seine Leidenschaften. Auch das Fliegen gehörte zu den Hobbys, die er aus Altersgründen aufgab.

Sprücheklopfer

Philips typisches Kennzeichen: Er nimmt sich kein Blatt vor den Mund und sorgte mit seinen Sprüchen für Aufsehen. "Bewerft ihr euch immer noch mit Speeren?", fragte er etwa Ureinwohner während einer Australienreise. Den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl begrüßte er 1997 sogar mit den Worten: "Willkommen, Herr Reichskanzler."

Beste Laune

Für viele ist er der "König des Fauxpas". Andere glauben hingegen, dass er mit solchen Bemerkungen stets einfach nur die Atmosphäre auflockern wollte.

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