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03/10/2021

Prinz Charles' befremdliche Reaktion auf Frage nach Meghan-Interview

Bei einem offiziellen Termin wurde der Thronfolger auf das brisante Oprah-Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan angesprochen.

Das Interview der Sussexes mit Oprah Winfrey schl├Ągt hohe Wellen. In dem 90-min├╝tigen Gespr├Ąch mit der US-Talkshowikone sprachen Prinz Harry und Herzogin Meghan ├╝ber ihre Beweggr├╝nde f├╝r den Megxit. Dabei prangerten sie unter anderem die britische Boulevardpresse an. Doch auch das britische K├Ânigshaus kam nicht ungeschoren davon. Einer der Vorw├╝rfe, die Meghan und Harry der Institution gegen├╝ber Oprah vorwarfen, war es, nicht genug Schutz erhalten zu haben. Sie habe unter der Berichterstattung ├╝ber ihre Person enorm gelitten, so Meghan. Zuweilen habe sie sogar Suizidgedanken gehabt.

Queen nahm zu Vorw├╝rfen in Oprah-Interview Stellung

F├╝r Best├╝rzung sorgten auch Rassismusvorw├╝rfe des Paares. So habe es vor der Geburt ihres Sohnes Archie "Bedenken und Gespr├Ąche" dar├╝ber gegeben, "wie dunkel seine Haut sein k├Ânnte, wenn er geboren wird", erz├Ąhlte Meghan. Namen wollten sie und ihr Mann aber keine nennen. Die Quelle zu nennen, w├Ąre "sehr sch├Ądlich" f├╝r einige Personen, betonte die geb├╝rtige Amerikanerin.

Inzwischen hat der Buckingham Palast auf das brisante Interview und die darin erhobenen Vorw├╝rfe reagiert. Nachdem die Queen eine Krisensitzung mit Prinz Charles und Prinz William einberufen hatte, um zu ├╝berlegen, wie man denn auf die von Harry und dessen Ehefrau erhobenen Vorw├╝rfe reagieren solle, sah man sich am Ende gezwungen, ein ├Âffentliches Statement abzugeben. Die K├Ânigsfamilie nehme die Vorw├╝rfe des Paares "sehr ernst", hei├čt es darin.

Wie die Daily Mail berichtet, habe die Queen nun vor, pers├Ânlich ranghohe Mitglieder des K├Ânigshauses zu den Rassismus-Anschuldigungen zu befragen.

Gegen├╝ber Meghan und Harry zeigt man sich jedoch wohlwollend. "Die ganze Familie ist traurig dar├╝ber, wie schwierig die vergangenen Jahre f├╝r Harry und Meghan waren", lie├č die K├Ânigin verk├╝nden.

Charles kichert - und l├Ąuft davon

Daf├╝r, wie man bei ├Âffentlichen Terminen auf m├Âgliche Fragen zu dem unbequemen Interview zu reagieren habe, scheint es ebenfalls eine PR-Strategie zu geben: Kein Kommentar n├Ąmlich. Prinz Charles' Reaktion bei seinem ersten Auftritt nach dem Interview fiel dennoch etwas befremdlich aus.

Der Thronfolger besuchte am Dienstag ein Pop-up-Impfzentrum in der "Jesus House for All The Nations"-Kirche in London - und machte gute Miene zum b├Âsen Spiel. 

Der zuk├╝nftige Monarch informierte sich ├╝ber die Ma├čnahmen gegen Impf-Unsicherheiten. Es wird davon ausgegangen, dass der Termin schon l├Ąnger geplant war. Charles, dem Harry im Oprah-Interview vorwarf, nach seinem Umzug in die USA seine Telefonate verweigert zu haben, zeigte sich wie gewohnt gut gelaunt, als er mit Mitarbeitern und Freiwilligen sprach.

Charles kam aber nicht umhin, auf das Interview angesprochen zu werden. Am Ende der Tour durch das Impfzentrum, als Charles bereits auf den Ausgang zusteuerte, rief eine Sky News-Reporterin Charles zu: "Kann ich fragen, was Sie von dem Interview halten?"

Ein Kommentar war wohl nicht zu erwarten: Charles bleibt kurz stehen, macht auf dem Absatz kehrt und verl├Ąsst das Geb├Ąude - ohne ein Wort zu sagen.

Der k├Ânigliche Korrespondent Richard Palmer von Daily Express, welcher der Szene beiwohnte, will allerdings beobachtet haben, dass Charles - der eine Maske trug - die Frage mit einem Lachen abtat. "Er kicherte und ging weiter", twitterte Palmer.

Ganz so gelassen wie es den Anschein macht, soll Charles nach der Ausstrahlung des Sussex-Specials mit Oprah aber nicht reagiert haben. Wie die britische Zeitung Evening Standard in Erfahrung gebracht haben will, soll der 72-J├Ąhrige "zutiefst" beunruhigt ├╝ber die Vorw├╝rfe gegen seine Familie sein.

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