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06.11.2017

Proll legt nach: Kolleginnen "strecken Möpse entgegen"

Die Schauspielerin Nina Proll äußert erneut Kritik an der aktuellen #metoo-Debatte. Es sei "flegelhaft" aber nicht kriminell, für eine Rolle Sex zu verlangen.

Die Schauspielerin Nina Proll hat am Sonntag in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" zu ihren kontrovers diskutierten Aussagen zur Diskussion um sexuelle Belästigung Stellung genommen. "Ich habe dieses kollektive Jammern, das in dieser #metoo-Debatte entstanden ist, satt", sagte sie laut einer ORF-Aussendung.

"Bei mir beginnt sexuelle Belästigung da, wenn die Frau 'Nein' sagt und der Mann macht weiter", betonte die Schauspielerin. "Dass Frauen einander auf die Schulter klopfen und schreiben, 'mir ist es auch passiert' und Geschichten von vor 20 Jahren auf den Tisch legen - das schwächt uns Frauen. Die Lösung kann nur sein, dass die Frau den Mann in der Konfrontation darauf aufmerksam macht, dass es ein Übergriff ist", wurde die 43-Jährige zitiert.

Gabriela Benesch: "Möpse entgegengestreckt"

Viele Kolleginnen würden sich aber an Produzenten geradezu heranmachen, und heftigst flirten. "Ich kenne diese ganzen Schauspielerinnen, die auf Galas und Events herumlaufen und ihre Möpse irgendwelchen Produzenten unter de Nase halten. sich auf Schöße setzen und dann behaupten, sie sind sexuell belästigt worden."

Beim Namen nennt sie dann sogar eine Person. Stöckl las Postings vor, die Prolls Meinung zu dem Thema gar nicht gut finden - darunter auch eines von Gabriela Benesch. Proll darauf: „Ich schrieb, dass auch sie schon unzählige Male Männer auf Veranstaltungen sexuell belästigt hat, indem sie Produzenten die Möpse entgegengestreckt hat.“

Sie wisse, wie sich einige Frauen "zubehaun" zu Filmemachern.

Mit ihrem Posting zur #metoo-Debatte, bei der Frauen weltweit ihre Erlebnisse von sexueller Belästigung outen, hatte Proll sehr polarisiert. Sie schrieb unter anderem, dass das Bild "Frauen sind Opfer, Männer Täter" differenziert gehöre und dass sie "sexuelle Annäherungsversuche eines Mannes als grundsätzlich erfreulich empfindet".

Rolle für Sex "keine kriminelle Handlung"

"Wenn ein Produzent den Sex als Bedingung machen sollte, damit eine Schauspielerin eine Rolle bekommt, dann ist das ein flegelhaftes Verhalten und er ein Trottel, aber es ist keine kriminelle Handlung", meinte Pröll in der Sendung. "Ich würde mit so einem Menschen aus eigenem Interesse nicht arbeiten wollen, da verzichte ich freiwillig auf die Rolle", sagte sie und sparte auch nicht mit Kritik an nicht näher genannten Kolleginnen, die "sich auf Schöße setzen und hinterher behaupten, sie sind sexuell belästigt worden".