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01/09/2021

Amber Heard-Anwältin: "Depps Bemühungen sind verzweifelter Versuch, abzulenken"

Die Schauspielerin habe aufgrund ihres Rechtsstreits mit Exmann Johnny Depp mit finanziellen Problem zu kämpfen, meint ihre Anwältin.

Schauspielerin Amber Heard hatte 2016 angekündigt, sieben Millionen US-Dollar für wohltätige Zwecke zu spenden - ein Versprechen, das sie offenbar bis heute nicht in die Tat umgesetzt hat. Dabei geht es um jenen Betrag, den sie damals aus ihrer Scheidungsvereinbarung von Exmann Johnny Depp erhalten hat. Was mit den Millionen passiert ist, ist unklar.

Nun äußerte sich Heards Anwältin Elaine Bredehoft zur Causa, die ein Bericht der britischen Daily Mail ins Rollen brachte. Demnach liegen der Boulevardzeitungen Briefe vor, die belegen sollen, dass Heard bislang nur 100.000 Dollar abgegeben hat. In einer Erklärung gegenüber dem Branchenmagazin Deadline gab die Anwältin nun an, dass Heard die Spende an die amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU und das Kinderkrankenhaus Los Angeles noch nicht vollständig vergeben hat, weil sie aufgrund des anhaltenden Rechtsstreits mit Depp derzeit mit finanziellen Problemen konfrontiert sei.

Untätig sei sie nicht gewesen. "Amber war bereits für eine siebenstellige Spendensumme verantwortlich und beabsichtigt, weiterhin ihren Beitrag zu leisten und schließlich ihr Versprechen zu erfüllen. Amber hat sich in diesem Ziel jedoch verspätet, weil Herr Depp eine Klage gegen sie eingereicht hat und sie folglich gezwungen war, Millionen von Dollar auszugeben, um die falschen Anschuldigungen von Herrn Depp gegen sie zu verteidigen", so Bredehoft weiter. Sie verortet in den aktuellen Berichten um die fehlenden Spenden-Überweisungen Kalkül: "Depps Bemühungen, in den Medien Geschichten zu verbeiten, in denen Amber dafür kritisiert wird, dass sie noch nicht alle Spenden erfüllt hat, ein neuerlicher verzweifelter Versuch, die Aufmerksamkeit von den Erkenntnissen des Gerichts in Bezug auf die Vorwürfe der häuslichen Gewalt und des Missbrauchs abzulenken, so die Anwältin gegenüber Deadline.

Kriegsbeil nicht begraben

Depp hatte gegen den Verlag der britischen Bouelvardzeitung The Sun wegen eines Artikels geklagt, in dem behauptet wurde, er habe seine Heard körperlich misshandelt. Den Prozess verlor er, der Einspruch des Hollywood-Stars gegen seine Niederlage wurde schließlich ebenfalls abgelehnt. "Ich sehe in der Begründung des Einspruchs keine ernsthaften Aussichten auf Erfolg", sagte der zuständige Richter am High Court im November des vergangenen Jahres den Berichten britischer Medien zufolge.

Die Schauspielerin hatte ausgesagt, sie habe Todesangst vor Depp gehabt: Er habe sie oft angeschrien, getreten und sogar gewürgt. Der Beschuldigte hatte wiederum behauptet, seine Ex-Frau sei selbst gewalttätig gewesen. Sein Anwalt nannte Heard zum Abschluss eine "zwanghafte Lügnerin". Völlig unstrittig war im Prozess: Depp litt immer wieder unter seiner Drogen- und Alkoholsucht. Auch er selbst räumte das ein.

Depps Anwältin kritisierte daraufhin, das Gericht habe sich nur auf die Aussagen von Depps Ex-Frau Amber Heard verlassen und Gegenbeweise von Polizei, Medizinern und anderen Zeugen ignoriert.

Der Prominenten-Prozess hatte im Sommer 2020 weltweite Aufmerksamkeit erregt. Wochenlang zeichneten Depp ("Fluch der Karibik") und seine 23 Jahre jüngere Ex-Ehefrau ("Zombieland") das Bild einer zutiefst zerstörerischen Beziehung. Das Urteil der Richter hat auch erhebliche Folgen für Depps Karriere: Der Schauspieler hatte Anfang November seinen Rückzug aus der Filmserie "Phantastische Tierwesen" mitgeteilt, das Studio Warner Bros. habe ihn zuvor darum gebeten.

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