© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Sport Wintersport
10/25/2021

Sölden-Bilanz: Abgeklärte ÖSV-Präsidentin, fragwürdiges Après-Ski

Wer fiel am ersten Weltcup-Wochenende positiv auf, wer unten durch? Enthemmt gaben sich viele der 9.000 Skifans.

von Christoph Geiler

Der Weltcup-Auftakt in Sölden ist Gletscherschnee von gestern. Ein Blick zurück auf Highlights und Hoppalas.

  • Plus: Die Kulisse

Erstmals seit dem Frühjahr 2020 fand ein Rennen wieder mit Zuschauern statt, und die Rückkehr der Normalität war dank strahlenden Sonnenscheins und 20.000 Fans ein Spektakel, wie es sich die FIS und der Tourismus nicht besser hätten wünschen können.

  • Plus: Roswitha Stadlober

Eloquent, topinformiert, überzeugend – die neue ÖSV-Präsidentin hatte in Sölden ihren ersten großen Auftritt in dieser Funktion und zeigte gleich einmal, dass mit ihr im Skiverband eine neue Kultur Einzug hält. Zugleich schreckt Roswitha Stadlober nicht vor klaren Ansagen und kritischen Worten zurück – auch nicht in Richtung ihres Vorvorgängers Peter Schröcksnadel.

  • Plus: Katharina Liensberger

Die Vorarlbergerin hat im Riesentorlauf einen weiteren Schritt Richtung Weltspitze gemacht, wie der vierte Rang in Sölden beweist. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die amtierende Slalom-Weltmeisterin auch in dieser Disziplin regelmäßig auf dem Stockerl zu finden sein wird.

  • Plus: River Radamus

Der Amerikaner fiel nicht nur mit seinem sechsten Rang positiv auf, sondern auch mit seiner einzigartigen Haarpracht: River Radamus hatte sich extra für die Sölden die Haare im Schneeleoparden-Look färben lassen. Schon in den vergangenen Jahren war er mit seltsamen Frisuren im Ötztal aufgekreuzt: 2020 hatte Radamus einen Vokuhila der übelsten Sorte, 2019 waren seine Haare blau und grün gefärbt.

  • Plus: Leistungsdichte

In der Vergangenheit war Sölden oft das Rennen der großen Abstände, heuer durfte man bei den Herren gerade einmal zwei Sekunden Rückstand aufreißen, um es in den zweiten Durchgang zu schaffen. Ebenfalls bemerkenswert neben der Leistungsdichte: Läufer aus gleich acht Nationen konnten sich in den Top Ten klassieren.

  • Minus: Johan Eliasch

Der neue FIS-Präsident legte in Sölden einen seltsamen ersten Auftritt hin. Auch einige Pläne, die im Skiweltverband gewälzt werden, sorgen für Irritationen. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass in Rennen in der Skihalle in Dubai die Zukunft des Skisports liegt?

  • Minus: Après-Ski

So positiv und beeindruckend die Atmosphäre oben auf dem Gletscher war, so befremdlich wirkten die Bilder im Tal. Sölden erlebte nicht nur die Rückkehr der Skifans, sondern auch das Comeback des Après-Ski in seiner exzessivsten und primitivsten Form. Schwer vorstellbar, dass alle, die am Wochenende dermaßen enthemmt die Nächte zum Tag gemacht haben, bereits in den Genuss einer Impfung gekommen sind.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.