Shiffrin vor dem Riesentorlauf: "Wir haben die Lektion gelernt"

Im ersten Rennen lief es nicht wie gewohnt bei Mikaela Shiffrin. Mit Olympischen Spielen will sie ihren Frieden schließen.
Mikaela Shiffrin mit Helm und Skibrille

"Mein Skifahren im ersten Rennen lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte“, gibt  Mikaela Shiffrin zu. Für den US-Star galt es die vergangenen Tage, ihre enttäuschende Leistung in der Teamkombination abzuhaken und die Sicherheit auf ihrem Ski wieder zu finden. „Wir haben die Lektion gelernt, haben analysiert und adaptiert und schauen nach vorne.“

“Ich bin dankbar, nach allem, was ich durchgemacht habe, überhaupt hier sein zu dürfen”, sagt Shiffrin, die morgen mit Startnummer 3 ins Rennen geht. Sie sei stolz darauf, “wie weit ich gekommen bin. Vor etwas mehr als einem Jahr – nach meiner Verletzung in Killington – hätte ich mir nicht einmal vorstellen können, jemals wieder auf diesem Niveau Riesenslalom zu fahren, geschweige denn bei den Olympischen Spielen in dieser Disziplin anzutreten.“

Neben der eigenen Leistung und der Suche nach der mentalen Ideallinie bei den Olympischen Spielen in Cortina hat Mikaela Shiffrin auch noch mit der medialen Berichterstattung in der Heimat zu kämpfen. Von "Scheitern" war da die Rede, "Fehlschlag" und einem "lustlosen Slalom". 

Fluch von Peking

Böse Erinnerungen kamen in ihrem Team auf. Würde sich der Fluch von Peking wiederholen? Damals war sie als Superstar angereist und ohne Medaille wieder heimgeflogen. "Meine Erinnerungen an Peking sollten nicht der Grund sein, warum ich mit Angst nach Cortina komme", sagte die 30-Jährige, die mehrmals hervorhebt, wieviel mehr Aufmerksamkeit die Olympischen Spiele erhielten als der Weltcup.

"Manchmal wünsche ich mir, dass das breite Publikum, das die Spiele verfolgt, einen besseren Einblick in den Alltag dieses Sports hätte. Ich selbst bin ja in dieser Saison schon 17 Weltcup-Rennen gefahren. Und als ich nach Cortina gekommen bin, hat mich jemand gefragt, wie ich mit dem Jetlag umgehe." Viele hätten keine Ahnung, hört man aus ihrer Aussage heraus.

Die Reaktionen nach der Teamkombination haben das untermauert. Doch Shiffrin ist optimistisch, aus dem Kombi-Bewerb am Dienstag die richtigen Schlüsse gezogen zu haben.

Die Sicherheit im Riesentorlauf 

Am Sonntag im Riesentorlauf (10 und 13.30 Uhr/live ORF 1) hat sie die nächste Chance auf einen Olympiaerfolg. Zwei Jahre nach ihrer Verletzung in Killington, die sie monatelang aus der Bahn geworfen hatte, fühlt sie sich auch in dieser Disziplin wieder sicher. Ende Jänner in Spindlermühle landete sie erstmals seit der Verletzung in dieser Disziplin wieder auf dem Podium.

Shiffrin ist eine erfolgreiche Olympiaathletin. Sie gewann bereits zweimal Gold (2014 Slalom und 2018 Riesentorlauf) und einmal Silber (2018 Kombination). Doch sie will nach der Enttäuschung in Peking 2022 nun auf ihren vierten Winterspielen ihren Frieden mit Olympia schließen. 

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