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Sport Wintersport
03/22/2021

ÖSV-Erfolgsbilanz: "Peter kann den Verband beruhigt übergeben"

21 Medaillen holten die ÖSV-Sportler bei den diversen Weltmeisterschaften. Ein Abschiedsgeschenk für Präsident Schröcksnadel.

von Christoph Geiler

24 Stunden nach dem letzten Skirennen der Saison, das aus ÖSV-Sicht standesgemäß mit einem rot-weiß-roten Erfolg endete (Manuel Feller), tagte die honorige Präsidentenkonferenz des Skiverbandes und ließ den vergangenen Winter noch einmal Revue passieren. Die Bilanz, die Sportdirektor Anton Giger den Funktionären präsentieren durfte, kann sich sehen lassen: 21 Medaillen holten die ÖSV-Sportler bei den diversen Weltmeisterschaften, „der Medaillenspiegel ist fantastisch. Das ist das zweitbeste Abschneiden in der Geschichte des Skiverbandes“, weiß Giger zu berichten.

Zwar schlägt das Herz des langjährigen Cheftrainers von Hermann Maier, Benjamin Raich & Co. seit jeher für die Alpinen, in seiner Funktion als Verantwortlicher für alle olympischen Sportarten stimmt Giger aber vor allem die Geschlossenheit der verschiedenen ÖSV-Sparten zufrieden. Denn Österreich ist neben Medaillenkrösus Norwegen die einzige Nation, die in allen vier Kerndisziplinen (Alpin, Nordisch, Snowboard, Biathlon) WM-Titel erringen konnte. „Unser Output war flächendeckend extrem gut.“

Neuer Teamspirit

Für Giger ist die Medaillenausbeute der Beweis, dass die Konzepte und Strategien des Skiverbandes gegriffen haben. Und zwar in jeglicher Hinsicht. Dank der strengen Covid-Sicherheitsrichtlinien, die der Skiverband festlegte, durften die ÖSV-Athleten im ersten Lockdown schon früh wieder das Training aufnehmen. „Wir waren da Vorreiter und hatten deshalb sicher einen Vorteil gegenüber anderen Nationen“, weiß Anton Giger, der für die WM-Erfolge im abgelaufenen Winter aber auch die neue Mentalität verantwortlich macht, die im ÖSV Einzug gehalten hat. „Wir sind der Überzeugung, dass sich in starken Teams die Persönlichkeiten noch besser entwickeln können, weil die Stärke des Teams jedem einzelnen Sportler den Rücken stärkt.“

Dieser Teamgedanke war in der Vergangenheit beim ÖSV nicht immer so ausgeprägt, mittlerweile arbeiten die Betreuer und Serviceleute der verschiedenen Sparten aber auch bei der Suche nach dem perfekten Material eng zusammen. „Die Medaillen und Erfolge sind auch das Verdienst unserer Rennservice- und Technologie-Abteilung“, meint Giger. „Der vergangene Winter war eine Nagelprobe für unsere Strukturen. Und da fällt die Bilanz sehr gut aus. Aus meiner Sicht war das fantastisch.“

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Großes Versprechen

Vor allem stimmen die 21 WM-Medaillen zuversichtlich für die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr. Eine solche Ausbeute im Februar 2022 in Peking würde im Skiverband für Jubelstimmung sorgen.

Manche hatten ja bereits die Befürchtung, dass sich mit Langzeitpräsident Peter Schröcksnadel auch der Erfolg aus dem ÖSV verabschieden würde. Bekanntlich endet im Sommer nach drei Jahrzehnten die Ära des Tirolers.

In den Augen von Anton Giger sind die 21 WM-Medaillen nicht nur ein Abschiedsgeschenk an Schröcksnadel, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft. „Der Peter kann den Skiverband beruhigt übergeben.“

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