Podestplätze und Medaillen: Der Erfolgslauf der ÖSV-Langläufer

Das kleine ÖSV-Langlaufteam lief im Weltcup zur Hochform auf. Benjamin Moser ist mit seinem Podestplatz der Aufsteiger der Saison.
Benjamin Moser ist der Aufsteiger dieses Langlauf-Winters

Es ist noch nicht so lange her, da glich der österreichische Langlaufsport einem Trümmerhaufen: Nach dem Dopingskandal bei der Heim-WM 2019 in Seefeld warf ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel die Langläufer hochkant aus dem Verband („das tun wir uns nicht mehr an“) und unterstützte nur mehr eine Handvoll ausgewählter Athleten wie etwa Teresa Stadlober.

Teresa Stadlober lief bei der Tour de Ski auf den zweiten Rang

Teresa Stadlober lief bei der Tour de Ski auf den zweiten Rang

3 Athleten am Podest

Sieben Jahre nach diesem Tiefpunkt befindet sich Österreich im Langlaufen im Hoch. Im abgelaufenen Winter zog das kleine, aber feine ÖSV-Team eine Erfolgsspur durch die Loipen und präsentierte sich kompakt wie schon lange nicht mehr. 

Mit Teresa Stadlober, Mika Vermeulen und Benjamin Moser schafften es heuer gleich drei Langläufer im Weltcup aufs Podium.

Durchstarter

Vor allem Benjamin Moser hat einen beeindruckenden Karriereschritt hingelegt und ist der Aufsteiger der Saison.  Der Tiroler galt bislang als Sprintspezialist, in dieser Saison lief er auch über die Langdistanz zur Hochform auf, wie sein 8. Platz über die 20 km beim Weltcupfinale in Lake Placid beweist. 

„Der Winter macht mich stolz“, sagt der 28-Jährige, der im Gesamtweltcup an der 11. Stelle landete. Hinter sieben Norwegern, wohlgemerkt.

Hoffnung Bucher

Teresa Stadlober schloss die Saison mit einem fünften Platz über die 20 km ab und belegte im Gesamtweltcup den neunten Rang. Die 33-Jährige hängt zumindest noch eine Saison an. 

In der Tirolerin Heidi Bucher gibt es eine Läuferin, die in ihren Fußstapfen wandelt. Die 19-Jährige gewann bei der Junioren-WM gleich drei Medaillen: Gold im Sprint, Silber über 10 Kilometer klassisch und Bronze über 20 Kilometer Skating.

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